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Bosch und Daimler erhalten Zulassung für fahrerloses Parken

Die Konzerne sind weltweit die ersten, die eine Zulassung für autonomes Fahren auf Level 4 erhalten haben. Doch die Sache hat einen Haken.

Bosch und Daimler haben einen Meilenstein auf dem Weg zum automatisierten Fahren erreicht: Für das automatisierte Parksystem („Automated Valet Parking“) im Parkhaus des Mercedes-Benz Museums in Stuttgart haben die beiden Unternehmen jetzt die Freigabe der Behörden in Baden-Württemberg erhalten.

Der automatisierte Vorfahr- und Einparkservice wird per Smartphone-App abgerufen und kommt ohne Sicherheitsfahrer aus. Er ist damit nach Unternehmensangaben die weltweit erste behördlich für den Alltagsbetrieb zugelassene vollautomatisierte und fahrerlose Parkfunktion nach SAE Level 4. Allerdings: Das Angebot funktioniert derzeit nur in Testfahrzeugen.

Die Voraussetzungen auf der Fahrzeug-Seite sind nach Angaben der Konzerne gering. Die Autos benötigen ein Automatikgetriebe, eine elektrisch ansteuerbare Lenkung, eine Vernetzungs-Einheit, ein schlüsselloses Zugangssystem und redundante Bremsen. Zusätzlich kommt eine Steuereinheit für Automated Valet Parking ins Auto.

Die gesamte Sensorik nutzt der automatisierte Parkservice aus der Infrastruktur des Parkhauses. Hierfür ist Bosch zuständig. Mit Lidarsensoren wird das Umfeld um das Fahrzeug 25 Mal pro Sekunde gescannt. Damit weiß das Fahrzeug, wo es hinfahren muss und ob irgendwo Hindernisse sind.

Die Kooperation mit Daimler ist für Bosch nicht die einzige beim automatisierten Parken. 2018 schloss der Konzern einen Vertrag mit dem Elektroautohersteller E.go. Wie jetzt in Stuttgart soll auch an der Technischen Universität Aachen ein Parkhaus mit Sensoren und Software für Valet Parking ausgestattet werden.

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Bild: Bosch

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