Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Halbe Milliarde Dollar für deutsch-chinesisches E-Auto-Startup Byton

Zwei ehemalige BMW-Manager haben von einem chinesischen Staatskonzern Millionen für den Bau eines Elektro-SUV erhalten – ein Angriff auf Tesla und den Rest der Autoindustrie.

Der deutsch-chinesische Elektroauto-Entwickler Byton hat eine zweite Finanzierungsrunde über 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Erst im August 2017 hatte das Unternehmen 200 Millionen Dollar eingeworben.

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Die von der chinesischen FAW-Gruppe angeführte B-Runde soll das Startup in die Lage versetzen, seinen Elektro-SUV in Serie zu produzieren sowie die Forschung und Entwicklung weiterer Modelle zu ermöglichen. FAW (First Automotive Works) ist der größte chinesische Fahrzeughersteller.

Das erste Auto soll den Namen „M Byte“ erhalten. Die Bezeichnung steht für das mit „Bytes on wheels“ überschriebene Programm eines emissionsfreien und digital vernetzten Autos. Gründer Carsten Breitfeld umschreibt das Fahrzeug frei übersetzt als „Smartphone der nächsten Generation“.

Byton präsentierte in Shanghai seine Limousinen-Konzept K-Byte.

Das Startup präsentierte in Shanghai seine Limousinen-Konzept K-Byte.

Wie ein zweites Modell aussehen könnte, zeigte Byton nun in Shanghai. Dort präsentierte der Autobauer die Studie einer vollelektrischen Limousine K-Byte. Mit diesem Fahrzeug zielt das Startup vor allem auf den chinesischen Luxus-Markt, wie die Maße zeigen: drei Meter Radstand, knapp fünf Meter Länge.

Bis Jahresende 100 Prototypen

Byton plant einen eigenen Verkauf in 25 bis 30 exquisiten Läden in chinesischen Metropolen, die bis Ende 2019 eröffnet werden sollen. Anschließend sind Läden in Europa und Nordamerika geplant.

Unternehmensangaben zufolge schreitet der Bau einer Fabrik im chinesischen Nanjing voran. Dort wurde am 23. Mai der erste Prototyp fertiggestellt. Bis Ende des Jahres sollen 100 weitere Folgen. Die Bauarbeiten sollen im Oktober abgeschlossen sein, sodass die Vorproduktionsphase in der ersten Jahreshälfte 2019 beginnen kann.

Byton kündigte außerdem den Start des Programms „Byton Co-creator" an, das Kunden in den Produktentwicklungsprozess integrieren soll.

Der Hersteller greift gleichermaßen die etablierte Autoindustrie und neue Hersteller wie Tesla an. Die Gründer verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Autoindustrie: Breitfeld als Entwickler des Elektro-Hybrids BMW i8, Kirchert als BMW-Verkaufschef in China. Selbstfahr-Technologie will Byton gemeinsam mit dem Startup Aurora Innovation entwickeln, hinter dem Chris Urmson, der frühere Chef von Googles Selbstfahr-Division, steht.

Bild: Byton

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain