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E-Roller-Verleiher Coup stellt seinen Betrieb ein

Bis Mitte Dezember sollen die türkis-schwarzen Elektroscooter noch durch Berlin und Tübingen fahren. Dann ist Schluss.

Vor drei Jahren stellte Bosch mit seiner Tochterfirma Coup Elektroroller auf die Straße. Ende des Jahres sollen sie wieder eingesammelt werden. Aber nicht wie sonst für eine Winterpause, sondern endgültig. „Wir planen, unseren Service in Berlin und Tübingen bis Mitte Dezember 2019 einzustellen“, lässt Coup in den sozialen Netzwerken wissen. Auch alle anderen Standorte – neben den beiden deutschen Städten noch Madrid und Paris – werden geschlossen.

„Eine Fortführung von Coup ist auf dem hart umkämpften Sharing-Markt bei gleichzeitig hohen Kosten langfristig wirtschaftlich nicht möglich“, so das Startup in einer Pressemitteilung. Die Bosch-Tochter beschäftigt 120 Mitarbeiter in Berlin, Paris und Madrid, die unter anderem mit dem täglichen Batteriewechsel und im Kundenservice beschäftigt sind. Allein in Berlin stehen etwa 1.500 Fahrzeuge, europaweit waren es in diesem Jahr 5.000.

Die türkis-schwarzen Elektroroller der Marke Gogoro werden nicht zum Kauf angeboten, wie Coup auf Twitter schreibt: „Wir können keine Coup E-Scooter an Endkunden in Europa verkaufen, da es keine Lade-Infrastruktur wie beispielsweise in Taiwan gibt.“ In Taiwan befindet sich der Sitz des Fahrzeugherstellers Gogoro. Coup will die Roller einlagern und ein Konzept ausarbeiten, was mit der Flotte passieren soll, heißt es weiter. Bereits bezahlte Minutenpakete werden Nutzern rückerstattet, so Coup.

Nun bleibt nur noch der Konkurrent Emmy in Deutschland übrig. Die roten E-Scooter fahren derzeit in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf und in Wien. Insgesamt stehen dort 2.000 Fahrzeuge.

Bild: Coup

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