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Das sind die neuen Startups im Volkswagen-Inkubator

200 Tage sollen reichen, um die Gründeridee zur Marktreife zu entwickeln. Sechs Teams machen sich im März in der Gläsernen Manufaktur in Dresden an die Arbeit.

15.000 Euro, Coaching, Expertennetzwerk und für 200 Tage ein Dach über dem Kopf – Volkswagen startete zum zweiten Mal seinen Startup-Inkubator in der Gläsernen Manufaktur in Dresden, der neuen Fertigungsstätte für den elektrisch angetriebenen Golf. Der Inkubator richtet sich an gründungswillige Studenten und Wissenschaftler. Volkswagen verzichtet auf Unternehmensanteile. Das sind die neuen VW-Startups:

ChargeX (München) entwickelt eine Ladeinfrastruktur für den privaten und halböffentlichen Bereich. Ihr modulares System kann mittels Plug&Play um zusätzliche Ladepunkte erweitert werden. Kern der Idee ist ein Lastmanagement, das die Kosten je Ladepunkt sowie den Installationsaufwand reduziert.

Keysurance (München) bietet die Möglichkeit, die Fahrerfahrung aus Carsharing, Miet- und Firmenwagen zu erfassen und bei Autoversicherungen anrechenbar zu machen. So können Nutzer Autoversicherungsbeiträge sparen. Keysurance will die Grundlage für smarte On-Demand-Versicherungen liefern.

S O Nah (Aachen) entwickelt optische Sensoren für den Straßenraum. Diese sollen helfen, zum Beispiel Parkprobleme zu vermeiden oder den Stromverbrauch von Straßenlaternen zu reduzieren.

Novum (Dresden) entwickelt ein softwarebasiertes, automatisiertes Batterielabor „to go“. Damit können Reichweite und Lebensdauer von Batterien genauer bestimmt und damit maximiert werden.

Embotech (Zürich) entwickelt Software für das automatisierte Fahren. Eine erste Idee ist es, Fahrzeuge automatisch von der Montagehalle im Werk in den Logistikbereich fahren zu lassen und dabei auch auf bewegliche Hindernisse zu reagieren.

EcoG (München) entwickelt ein IoT-Betriebssystem für die Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrzeuge. Die Software verbindet den Nutzer, das Fahrzeug und die Infrastruktur mit Geschäften und Diensten. Mehrwertdienste werden ermöglicht. EcoG war zuletzt erfolgreich im „Techstars Mobility Accelerator“ in Detroit (USA).

Unterstützt wird das Projekt vom Ideation Hub der Volkswagen IT, der seit 2015 Startups für konkrete Projekte im Konzern scoutet und Fachabteilungen des Konzerns in Zukunfts- und Technologiefragen berät. Außer dem Dresdner Inkubator unterhält der Konzern das Data:Lab in München. Dort arbeiten Startups am vernetzten und selbstfahrenden Auto, an Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge. Das Data:Lab versteht sich selbst als Denkfabrik und Technologie-Scout.

Auch andere Autokonzerne arbeiten mit Startups zusammen: Mercedes hat die Startup Autobahn, BMW parkt die Gründer in der Startup Garage. Und Porsche entwickelt gemeinsam mit Axel Springer Startups.

Hinweis: Axel Springer ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH gibt es hier: VerticalMedia.com.
Bild: Volkswagen/KNOTH

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