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Inventur per Drohne – für diese Idee gibt es jetzt Millionen

Doks Innovation erfasst den Lagerbestand automatisiert mit Drohnen. Nun bekommen die Dortmunder ein erstes Investment aus der Logistik-Branche.

In den vergangenen Jahren haben sich immer mehr Startups formiert, die den milliardenschweren Logistik-Markt effizienter gestalten wollen. Eines davon ist das Dortmunder Startup Doks Innovation, das nun seine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Für die Digitalisierung der Logistikbranche gab es 1,15 Millionen Euro von der Investmentgesellschaft Metamorphoses Braun sowie den Firmen Gecoin und Mindfabric. Neben den drei neuen Gesellschaftern ist das Fraunhofer Institut und der Inkubator Drone Masters an dem Startup beteiligt.

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Das vor einem Jahr gegründete Startup entwickelt Sensoren für Drohnen, die automatisch den Bestand von Lagerhallen erfassen sollen. „Der Kunde will Informationen über seine Bestände haben, für die er normalerweise einen enormen manuellen Aufwand an Zeit und Personal hat“, sagt Gründer Benjamin Federmann gegenüber Gründerszene und NGIN Mobility. Mit den Daten werden virtuelle Abbilder des Lagers erzeugt, wo die Lagerposition mit dem jeweiligen Label und Bestand wiederzufinden ist, erklärt Federmann. Das funktioniert sowohl als Datensatz für das ERP- und WMS-System, als auch in Bildform.

Die Drohne von Doks Innovation im Einsatz.

„Wir verkaufen unsere Lösung nicht als Einmal-Lösung. Wir bieten stattdessen monatliche Leasing-Verträge für die Drohnen und damit verbunden Lizenzverträge für die Software.“ Die Drohnen werden von einem externen Partner speziell für das Startup angefertigt. Die Entwicklung der Software übernimmt das siebenköpfige Team aus Dortmund. Die Rohdaten der erfassten Lager werden allesamt archiviert. Wenn der Kunde nochmals eine Anfrage zu seinen Beständen zu einem früheren Zeitpunkt habe, könnten diese als Einzelauswertung gegen eine Gebühr nachgeliefert werden.

Momentan hat das Startup nach eigenen Angaben zehn Pilotkunden, darunter auch aus der Automobilbranche. Einige dieser Kunden hätten sich dazu entschieden, mit dem Startup weiterhin Geschäfte machen zu wollen, erzählt Federmann. Genaue Namen will er nicht nennen. „Wir wollen möglichst schnell skalieren und in die Serienproduktion einsteigen.“ Schon in diesem Sommer soll es losgehen.

In der Branche tummeln sich mittlerweile einige Startups, die sich mit dem Thema Logistik befassen. Einen Wettbewerber auf dem deutschen Markt scheint das Startup bislang nicht zu haben.

Darum sei eine Zusammenarbeit mit anderen Startups durchaus erwünscht, so Federmann. „Da wird definitiv dieses Jahr noch etwas passieren. Es ist durchaus sinnvoll, nicht alles selbst machen zu wollen, sondern zusammen zu arbeiten.“ In Singapur entwickelt etwa Intelligent Flying Machines ein ähnliches Produkt mit Inventar-Drohnen.

Bild: Doks Innovation

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