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Drive by und Volkswagen starten Transporter-Carsharing

Es ist kein Problem einen Smart, einen 1er-BMW oder einen Audi A3 per App zu mieten. Nun will ein Startup zusammen mit VW auf diese Weise auch Transporter anbieten.

Das Startup Drive by und Volkswagen Nutzfahrzeuge wollen in Berlin künftig ein stationsunabhängiges Carsharing-Projekt mit Transportern aufbauen. Wie die Unternehmen mitteilen, sollen zunächst 15 Fahrzeuge der Modelle T6, Crafter und Caddy bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich um einen Test.

Sogenannte Freefloating-Angebote sind bislang vor allem für Personenwagen bekannt und auch zunehmend erfolgreich. Das bedeutet, dass die Fahrzeuge an beliebigen Orten gemietet werden können und nicht an festen Stationen. Car2Go und DriveNow sind derzeit die größten Anbieter. Insgesamt sind in Berlin 3.000 Carsharing-Pkw unterwegs. Auch Drive by hat im Mai 2017 auf diesem Gebiet begonnen. Derzeit ist eine Flotte von 125 Miet-Pkw der Typen Audi A1 und A3 in Berlin unterwegs.

Drive by rechnet kilometergenau ab

Eine App zeigt den Standort der Fahrzeuge an. Die Abrechnung erfolgt kilometerweise und nicht nach Zeit, wie bei den meisten anderen Carsharing-Anbietern. Derzeit werden 99 Cent pro Kilometer fällig. „Wir wollen Stress aus dem Carsharing nehmen und vermeiden, dass Kunden Verkehrsregeln missachten, um Mietzeit zu sparen“, sagt CEO Timo Nührich.

Das Unternehmen plant als zweiten Schritt nach einem erfolgreichen Start in Berlin den Aufbau eines Freefloating-Angebots in Hamburg. Ferner wird angestrebt, Carsharing und tageweise Autovermietung zu verbinden, wie Nührich sagt. Zurzeit seien Tagessätze von 49 Euro geplant.

Das junge Unternehmen wird derzeit von Business Angels finanziert. Eine siebenstellige A-Runde sei in Vorbereitung, sagte Nührich.

Der Carsharing-Markt hat sich in letzter Zeit etwas gelichtet. Vermieter Spotcar, der ein ähnliches Modell wie Drive by anbot, hat 2015 aufgegeben. Multicity, ein Angebot der PSA-Group (Citroen), gab 2017 auf. Andererseits drängen immer wieder neue Anbieter auf den Markt, wie etwa Oply.

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Bild: Drive by

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