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Wieso ein Münchner Startup Autositzbezüge speziell für Frauen verkauft

Die Gründer des Startups Drive Dressy verkaufen PKW-Sitzbezüge mit bunten, floralen Mustern. Die klare Zielgruppe: Autofahrerinnen. Ihre Idee pitchen sie nun bei DHDL.

Gewöhnliche Autositze gefallen Frauen optisch nicht – auf diese These stützt sich das Geschäftsmodell zweier Brüder aus München. Mit ihrem Startup Drive Dressy verkaufen Laurenz und Leonard Krieger speziell für Frauen entworfene Bezüge für Fahrzeugsitze.

Auf die Idee kamen die Gründer nach eigenen Angaben, weil sie Autositzbezüge für ihre Mutter kaufen wollten, aber keine fanden, die ihnen gefielen. 2018 gründeten sie ihre Firma, in die sie 100.000 Euro aus eigener Tasche investierten und zudem 300.000 Euro von Business Angels einsammelten. Außerdem lernte Leonard Krieger extra nähen: Die ersten verkauften Bezüge produzierte er noch in Handarbeit.

Inzwischen ist die Produktion automatisiert. Die Schoner gibt es in mehreren Designs, zur Auswahl stehen etwa ein Flamingo-, ein Schlangen- und ein Blumenaufdruck. Nutzer können auch verschiedene Muster kombinieren. Damit wollen die Krieger-Brüder auf den „Trend der Individualisierung“ aufspringen, sagen sie. Erhältlich sind die Bezüge für Sitze 15 verschiedener Autobauer. Der Preis liegt bei 349 Euro für ein Set aus Bezügen für Vordersitze, Kopflehnen und Rückbank. 

Nun möchten die Gründer ihr Geschäft ausbauen. Dazu pitchen sie ihre Idee in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ und werben um ein Investment in Höhe von 500.000 Euro. Sie würden dafür 15 Prozent ihrer Anteile abgeben. Damit bewerten sie Drive Dressy mit rund 3,3 Millionen Euro – eine hochgesteckte Summe für eine erst ein Jahr alte Firma.


Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

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