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E-Autos laden in nur 6 Minuten? Laut Entwicklern bald möglich

Bisher noch Wunschdenken, vielleicht bald Realität: Zwei englische Experten entwickeln ein chemischen Gemisch, das die Ladezeit von E-Autos extrem verkürzen soll.

Eine E-Auto-Batterie, die nur sechs Minuten braucht, um voll aufzuladen: Was bislang noch nach Wunschdenken klingt, könnte schon bald Realität werden. Zumindest verspricht das der Batterie-Spezialist Echion Technologies aus England. Mit einem neuen chemischen Mehrkomponenten-Gemisch sollen gewöhnliche Lithium-Ionen-Akkus in Zukunft aufgebessert werden. 

Pulver für E-Auto-Batterien verzichtet auf entflammbare Materialien

Was genau hinter dem neuen Wundermittel für E-Autos steckt, verriet das Entwicklerteam um Jean de la Verpilliere und Alex Groombridge nicht. Gegenüber der Zeitung Cambridge Independent ließen die beiden jedoch verlauten, dass es sich um eine Art Pulver handelt, das bei der Fertigung von Akkus hinzu gemischt werden soll. Zudem verrieten sie, das bei der Herstellung des neuen Pulvers auf Materialien wie das teure und leicht entflammbare Graphit verzichtet wird.

Bei konventionellen Akkus ist theoretisch auch eine hohe Ladespannung, und dadurch eine schnelle Ladung, möglich. Jedoch führt die Zusammensetzung der normalerweise eingesetzten Materialien dazu, dass sich bei einer zu hohen oder zu schnellen Ladung Klumpen bilden, die Kurzschlüsse verursachen können. Im Extremfall kann es so auch mal zu Explosionen kommen. Das neue Mehrkomponten-Gemisch für E-Auto-Batterien soll dieses Problem nicht mehr haben. Somit können die Akkus ihre Ladespannung ohne Sicherheitsrisiken voll entfalten.

Verhilft die deutsche Superbatterie dem E-Auto zum Durchbruch?

Forscher aus Baden-Württemberg haben einen Akku entwickelt, der 1.000 Kilometer Reichweite zulässt. Damit könnte die E-Mobilität sich endlich durchsetzen. Und noch viel mehr.

Kommerzialisierung wird für nächstes Jahr angestrebt

Bislang können die jungen Entwickler ein Kilogramm Pulver pro Tag herstellen. Das ist gerade mal genug für eine E-Auto-Batterie und reicht somit nicht aus, um das Produkt zu kommerzialisieren.

„Wir arbeiten an Methoden, mit denen das Pulver skalierbar gemacht werden kann, sodass 1.000 Tonnen problemlos in einer Fabrik hergestellt werden können“, so de la Verpilliere gegenüber Cambridge Independent. „Wir haben jetzt einen Prototyp und streben Anfang nächsten Jahres die Kommerzialisierung an.“

Foto: Getty Images/ STOCK4B

Dieser Artikel erschien zuerst auf Business Insider Deutschland.
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