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Dieser Elektro-Pickup soll Teslas Neuvorstellung zuvorkommen

Der Bollinger B2 ist eine Pickup-Variante des elektrischen Geländewagens B1. Hält der Hersteller seinen geplanten Release-Termin, käme er damit Teslas Pickup-Truck zuvor.

Platz für vier Personen, eine offene, erweiterbare Ladefläche und ein Kofferraum in der Front: Mit seinem zweiten Fahrzeug B2 will der Autohersteller Bollinger Motors ab 2020 Kunden überzeugen – und dem Konkurrenten Tesla zuvorkommen. Im Vergleich zum Modell B1, von dem bislang nur ein fahrbarer Prototyp existiert, wird der B2 ein längeres Fahrzeug mit offener Ladefläche. Letzterer soll aber technisch mit dem B1 vergleichbar sein: Wie Golem.de schreibt, werden beide Fahrzeuge den gleichen doppelmotorigen Antriebsstrang, die gleiche hydropneumatische Federung und den gleichen 120-kWh-Akku erhalten.

Der Bollinger B2 soll eine Menge Transportkapazitäten bieten: Die Doppelkabine bietet Platz für vier Personen, die offene Ladefläche auf dem Heck nimmt große Gegenstände auf und in der Front, wo bei den meisten Verbrennern der Motor liegen würde, gibt es einen großen Kofferraum. Der Clou: Durch die weit auseinanderliegenden Sitze und Klappen in der Kabine entsteht eine durchgängige Ladefläche vom Front-Kofferraum bis zum offenen Heck. So lassen sich auch bis zu 5 Meter (16 Fuß) lange Gegenstände wie etwa Holzlatten transportieren.

Bollinger Motors strebt für beide Modelle eine Reichweite von rund 320 Kilometern (200 Meilen) nach dem konservativen EPA-Testverfahren an. Die voraussichtliche Dauer für eine komplette Akkuladung soll je nach Ladeverfahren bei 75 Minuten (Level 3) bis 10 Stunden (Level 2) liegen.

Der aktuelle Plan von Bollinger sieht vor, den Geländewagen B1 ab Ende 2019 zu produzieren. Der Pickup-Nachfolger B2 soll dann ab 2020 vom Band laufen. Beide Fahrzeuge sollen beim Hersteller Optimal im US-Bundesstaat Michigan auf einer Montagelinie gefertigt werden. Gelingt das, käme Bollinger dem Konkurrenten Tesla zuvor: Elon Musk hatte angekündigt, dass sein Unternehmen in den frühen 2020ern ein ähnliches Fahrzeug auf den Markt bringen will. Möglicherweise muss es dann mit dem Bollinger B2 konkurrieren.

Dadurch, dass es keinen großen Motor gibt, bietet das elektrische Arbeitsfahrzeug eine durchgängige Ladefläche.

Der Bollinger B2 ist allerdings nicht als Stadt-SUV, sonders als reines Arbeitsauto konzipiert. Preise für beide Fahrzeuge will Bollinger erst 2019 bekanntgeben. Dann sollen auch erstmals Bestellungen mit Anzahlung über die Webseite möglich sein. Bislang lassen sich die beiden Elektro-Autos nur unverbindlich reservieren. Vorerst sollen beide Modelle nur in den USA erscheinen. Ein späterer Verkauf auch in der EU ist allerdings in Planung.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wired.de 

Bild: Bollinger

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