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Warum Elon Musk jetzt große Legosteine verkauft

In Los Angeles hat der Elektroauto-Milliardär seine Vision eines Tunneltransportsystems vorgestellt – und verraten, wie er die Kosten drücken will.

Keine Staus mehr. Günstiger als der Bus. Schneller als jede U-Bahn. Das ist die Vision von Elon Musks Tunnel-Transportsystem, das er mit seiner Boring Company unter Los Angeles bauen will. Nun hat der Seriengründer auf einer Veranstaltung neue Details zu seinem Projekt vorgestellt. Die Diskussion mit Steve Davis von der Boring Company habe vor allem der Beruhigung der Bewohner dienen sollen, schreibt The Verge.

Die Vision hinter Musks „Loop“, wie er seine neuste Idee für den Transport von A nach B nennt: Kapseln mit Platz für bis zu 16 Passagiere sollen durch Tunnel fahren. Oder Autofahrer parken ihr Fahrzeug auf einer Art Aufzug, der es dann unter die Erde bringt und auf einem Shuttle-Schlitten durch die Tunnel transportiert. Musk verspricht Preise, die untere denen eines Bustickets liegen: Für nur einen Dollar sollen Passagiere bei Geschwindigkeiten bis zu 240 km/h unterirdisch bis zu dem Bahnhof oder der Plattform reisen können, die am nächsten an ihrem Ziel liegt. Das erklärte der Tesla-CEO auf der Veranstaltung, nachzulesen auch in den FAQs der Boring Company. Auch die LA Metro will jetzt mitmachen, wie Electrek berichtet.

Um ein solches System realsieren zu können, müssten die Kosten um das Zehnfache des üblichen Baupreises für Tunnel gedrückt werden, heißt es dort. Der PR-Profi Musk hat auch dazu bereits Ideen.

Details zu Legosteinen aus Tunnel-Dreck

Eine davon: Er will Dreck zu Geld machen. Bereits im März hatte Musk angekündigt, Bausteine aus Tunnelaushub liefern zu wollen. Das bei den Bohrungen anfallende Material soll gepresst und dann verkauft werden. Was sich im ersten Moment wie ein Scherz anhörte, wird nun wohl tatsächlich Wirklichkeit. Er freue sich darauf, die Steine für zehn Cent pro Stück „oder so etwas in der Richtung“ verkaufen zu können, sagte Musk. „Und es sind wirklich tolle Steine. Damit können Häuser und andere Dinge gebaut werden.“ Das Material sei „unglaublich weich“. Sie sollen sich für den preiswerten Wohnbau eignen, sagte Musks weiter.

Außerdem könnten sie auch als lebensgroße Lego-Steine verkauft werden – beispielsweise als Baukasten für eine Pyramide. Damit muss der Unternehmer nicht für die Entsorgung des Drecks aufkommen. Das drücke die Kosten für den Tunnelbau um 15 bis 20 Prozent, sagt Steve Davis von der Boring Company.

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Wann die Flammenwerfer kommen

Auch für die Besteller von Musks Flammenwerfer gab es Neuigkeiten: In zwei Wochen sollen die ersten Feuerwerfer, die ursprünglich im April ausgeliefert werden sollten, zugestellt werden, kündigte der Milliardär an. Es habe Lieferschwierigkeiten gegeben, niemand habe die mit Propan-Gas gefüllten Geräte transportieren wollen. Jetzt werde die Boring Company sie selbst zum Kunden bringen – ganz klassisch, mit eigenen Liefer-Vans.

Bild: The Boring Company / Youtube

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