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Schmerz und Größenwahn – die besten Stellen aus Elon Musks Recode-Interview

Kaum ein Tech-CEO ist so umstritten wie er, wird gleichermaßen so geliebt und verachtet: Elon Musk. Wir haben seinen jüngsten Podcast-Auftritt für euch zusammengefasst.

Kara Swisher ist eine der profiliertesten Journalistinnen des Silicon Valley. In ihrem Podcast „Recode Decode“ brachte sie schon so manchen Tech-CEO mit ihren Fragen ins Schwitzen. Diese Woche war Elon Musk dran. Der Tesla-Chef plauderte über 80-Stunden Wochen und die mangelnde Würde von E-Rollern, skizzierte die Bedeutung seiner Unternehmen für die Menschheit, übte sich aber auch ein wenig in Selbstkritik.

Wir haben die wichtigsten Zitate für euch zusammengestellt:

Über das schlimme Jahr 2018: 

„Dieses Jahr fühlte sich an wie fünf Jahre altern. Es war das schlimmste meiner Karriere. Wahnsinnig schmerzhaft“, sagt Musk. „Ich bin sicher, dass mir dabei eine ganze Menge Gehirnzellen durchgebrannt sind.“

Über sein Verhältnis zu den Medien:

„Meine Achtung für die Presse hat dramatisch abgenommen“, sagt Musk. „Die Menge an unwahrem Zeug, das geschrieben wird, ist unglaublich.“ Swishers Frage, ob er nicht einfach nur überempfindlich gegenüber Kritik sei, verneint er: „Zähl mal, wie viele negative Artikel es über mich gibt und auf wie viele davon ich antworte. Ein Prozent vielleicht.“

Was er anders machen würde, könnte er 2018 noch mal von vorn beginnen:

„Ich würde wahrscheinlich einige Dinge nicht noch mal twittern und mich nicht wieder in dieselben Online-Kämpfe stürzen. Wahrscheinlich hätte ich auch keine Journalisten attackieren sollen“, sagt Musk. Ob es ihm leidtut? „Gegenüber manchen Journalisten tut es mir leid.“

Über die Produktionsschwierigkeiten bei Tesla:

„Wir sind sicher über den Berg, was das Model 3 angeht. 5.000 Autos in der Woche herzustellen, ist für uns keine große Sache. Das ist einfach normal. Jetzt arbeiten wir daran, uns auf 6.000 oder 7.000 Model 3 in der Woche zu steigern, und dabei die Kosten unter Kontrolle zu halten.“

Über die Bedeutung von Tesla für die Menschheit:

„Tesla hat nachhaltige Energie um mindestens fünf Jahre vorangebracht, konservativ geschätzt, vielleicht sogar eher um zehn. Und wenn wir so weitermachen, könnten es 20 werden.“

Elon Musk, König des Schmerzes

Bloß nicht schon wieder Musk! Doch. Wir müssen reden – vor allem darüber, was ihn wirklich zum Tech-Genie macht.

Über selbstfahrende Autos:

„Niemand wird schneller als Tesla eine generelle Lösung für selbstfahrende Autos entwickeln. (...) Ich denke, wir werden im kommenden Jahr soweit sein“, prophezeit Musk. Das neueste Tesla-Navigations-Feature beschreibt er so: „Du gibst eine Adresse ein und von der Autobahnauffahrt bis zur Autobahnabfahrt wechselt das Auto selbstständig die Spur und sogar zwischen einzelnen Highways.“

Darüber, warum Tesla keine E-Scooter bauen will:

„Da fehlt die Würde.“

Darüber, ob Tesla nach dem Mord an Jamal Khashoggi noch Geld aus Saudi-Arabien nehmen würde:

„Ich denke, das würden wir wahrscheinlich nicht tun.“

Darüber, warum SpaceX einen Tesla-Roadster ins All geschossen hat:

„Wir haben es getan, weil neue Raketen normalerweise mit einer Dummy-Ladung getestet werden, ein Betonklotz oder so etwas. Superlangweilig. Wir haben uns also gefragt: Was ist das am wenigsten langweilige Ding, das wir hochschießen können?“

Über seine Arbeitszeiten:

„Du drehst ein bisschen durch, wenn du 120 Stunden die Woche arbeitest. Wir sind jetzt wieder bei 80 oder 90 angekommen. Das ist ziemlich überschaubar.“

Über seinen Humor:

„Ich lache über meine eigenen Witze, auch über die ganz schlimmen.“

Über seine Ambitionen:

„Ich denke definitiv nicht, dass ich Jesus bin.“

Das ganze Interview könnt ihr hier nachhören:

Und hier nachlesen.

Bild:Getty Images / Peter Parks

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