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Exit beim Berliner Mobility-Startup Plugsurfing

Sechs Jahre nach der Gründung legt das Berliner Startup einen Exit hin – und verkauft sein Unternehmen an einen finnischen Ladeinfrastruktur-Betreiber.

Fortum Charge & Drive hat das Berliner Mobility-Startup Plugsurfing gekauft. Das geht aus einer heute veröffentlichten Mitteilung der beiden Unternehmen hervor. Demnach hat der finnische Energieversorger 100 Prozent der Anteile an Plugsurfing übernommen. Über die Kaufsumme haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Plugsurfing ist eine kostenlose Lade- und Zahlungs-App, mit der Elektroautofahrer auf einheitliche Art und Weise für das Laden bei den meisten großen Betreibern von Ladestationen in Europa bezahlen können. Gegründet 2012 von Jacob van Zonneveld und Adam Woolway vernetzt das Startup derzeit 50.000 Elektrofahrzeuge und 200 Ladenetze in Europa und bietet Zugang zum Aufladen an rund 65.000 Ladestationen in mehr als 24 europäischen Ländern.

Fortum Charge & Drive will mit der Übernahme des Startups seine Expansion fortsetzen. „Wir wollen erreichen, den Zugang zu Ladestationen für Elektrofahrer auch länderübergreifend zu verbessern“, lässt sich Fortum-Vizepräseindet Rami Syväri zitieren.

Derzeit ist das finnische Unternehmen vor allem in Skandinavien präsent. 75.00 Nutzer können rund 1.700 Ladestationen in Skandinavien nutzen. Auch im B2B-Markt ist das an der finnischen Börse notierte Unternehmen aktiv: Über die Cloud können Ladestationenbetreiber weltweit per Fernzugriff ihre Stationen verwalten. Im Jahr 2017 machte Fortum nach eigenen Angaben einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro.

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Die beiden Plugsurfing-Gründer sind weiterhin im Unternehmen beschäftigt. Auch die Marke bleibt erhalten, teilt das Startup mit.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 7. März aktualisiert. In einer ersten Version hatte es unter Berufung auf Medienberichte geheißen: Die beiden Plugsurfing-Gründer verlassen das Unternehmen, ob die Marke erhalten bleibe, sei nicht bekannt.
Bild: Plugsurfing

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