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Millionen für die Yachten von Zizoo

Die Plattform für den Bootsverleih bekommt Millionen. Neben den Altinvestoren kommt in dieser Runde ein neuer Geldgeber an Bord.

Zizoo, ein Portal für Boots-Vermittlungen, hat neues Geld bekommen: Investoren haben einen siebenstelligen Betrag in das Startup mit Hauptsitz in Berlin investiert, heißt es in einer Mitteilung. Die genaue Summe ist nicht bekannt. Das Geld stammt von den früheren Investoren Axel Springer und Mairdumont Ventures sowie dem aws Gründerfonds. Neu in dieser Runde eingestiegen ist der Frühphasen-Investor Push Ventures.

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Das im Jahr 2014 von Anna Banicevic Benito Gonzalez del Valle, Ivan Miletic und Sinan Masovic gegründete Startup vermittelt Boote von Charterfirmen an Urlauber. Bei Vertragsabschluss kassiert das Unternehmen eine Provision. Im Angebot sind unterschiedlichste Wasserfahrzeuge – vom Katamaran bis zum Motorsegler. Wer als Urlauber keinen Bootsführerschein hat, kann sich einen Skipper (Schiffsführer) dazu buchen.

15000 Boote in rund 30 Ländern

Derzeit sind auf der Plattform rund 15.000 Boote in rund 30 Ländern gelistet. Letztes Jahr seien 400 neue Charterbetriebe hinzugekommen, heißt es vom Unternehmen. Der Umsatz sei im gleichen Zeitraum um mehr als 250 Prozent gestiegen. Mit dem frischen Geld will das Reiseportal weiter wachsen, bis 2022 soll der Umsatz auf dann 500 Millionen Euro steigen.

Mit dem neuen Geld wolle man zudem nach Frankreich, Italien und in die Karibik expandieren, lässt sich CEO und Ex-Google-Mitarbeiterin Anna Banicevic zitieren. Zudem sei geplant, das Portfolio um Mini-Kreuzfahrten zu erweitern. Für dieses Jahr hat Zizoo außerdem eine Partnerschaft mit zwei namhaften Reiseportalen angekündigt. Im Laufe des Jahres soll die Belegschaft von derzeit rund 30 auf dann 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdoppelt werden.

Mitgründerin und CEO Banicevic sieht für ihr maritimes Reiseportal viel Potenzial: „Die Charterbranche steckt immer noch in veralteten Strukturen fest“, sagte sie gegenüber Gründerszene. Zum Teil vermarkteten Eigentümer ihre Boote noch über örtliche Hotels in Urlaubsregionen wie Kroatien oder Italien. Mit vergleichsweise archaischer Kommunikation: Wöchentlich würden Preislisten im PDF-Format an die Hotels geschickt. Zizoo will die fragmentierte Branche zentralisieren – und insbesondere kleinen Anbietern die Chance geben, ihre Dienstleistungen online zu stellen.

Mitbewerber Yachtico jetzt in Florida

Dabei muss sich Zizoo gegen Konkurrenz behaupten, darunter das ursprünglich in Deutschland gestartete Unternehmen Yachtico, das ausschließlich auf die Vermittlung von Yachten spezialisiert ist und seinen Hauptsitz inzwischen in Florida hat. Gleiches gilt für die britische Webseite The Yacht Week, über die sich jeweils einwöchige Yacht-Trips in Europa, Asien und der Karibik buchen lassen.

Zuletzt hatte Zizoo im Jahr 2016 Geld eingesammelt. Europäische und US-Investoren gaben damals 1,7 Millionen Euro. Im Gründungsjahr war das Startup Teil des Springer-Accelerators Plug and Play und bekam damals eine Seedfinanzierung in Höhe von 800.000 Euro.

Bild: Zizoo
Hinweis: Axel Springer ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH gibt es hier: www.vmpublishing.com.

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