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Erster Halt auf dem US-Markt: Flixbus startet in Los Angeles

Mit Kampfpreisen legt das Busstartup an der US-Westküste los – und trifft auf große Konkurrenz. Von ihr wollen sich die Münchner in mehreren Punkten abheben.

Wer in den USA einigermaßen komfortabel durchs Land reisen möchte, überlegt es sich zwei Mal, ob er einen Greyhound nimmt. Die Fernbusse des traditionsreichen nordamerikanischen Anbieters sind oft veraltet und schmuddelig. Außerdem schien es lange, als verschlafe der Konzern die Digitalisierung: E-Tickets, mit denen sich Reisende per Smartphone Zutritt zum Bus verschaffen können, führte Greyhound erst Ende 2017 ein.

In Anbetracht des schlechten Fernbus-Images verwundert es nicht, dass sich das Münchner Busstartup Flixbus gerade den US-amerikanischen Markt als Expansionsziel ausgesucht hat. Im November hatte Flixbus den Start in den USA bereits angekündigt, nun ist es soweit: Am heutigen Dienstag soll es am Flixbus-Firmensitz in Los Angeles offiziell losgehen, wie die dpa berichtet. Erste Fahrten lassen sich auf der Flixbus-Webseite aber erst Ende Mai buchen.

Der Seite ist außerdem zu entnehmen, dass das Unternehmen bereits mehrere Destinationen ins Visier genommen hat, neben Los Angeles etwa Las Vegas, Phoenix im Bundesstaat Arizona oder das kalifornische Palm Springs. Eine sechsstündige Fahrt von Los Angeles nach Las Vegas kostet Ende Mai 2,99 US-Dollar. Zum Vergleich: Eine Greyhound-Fahrt kostet am selben Tag zwischen 15 und 30 Dollar.

Megabus-Geschäft gehört in Europa schon zu Flixbus

Wie die dpa berichtet, will sich Flixbus etwa mit zentral gelegenen Haltestellen von seinen US-Mitbewerbern abheben. Neben Greyhound, das seit 2007 zum britischen Transportunternehmen FirstGroup gehört, zählt dazu auch die Marke Megabus. In Kontinentaleuropa hatte Flixbus das Geschäft von Megabus Mitte 2016 aufgekauft und dessen Liniennetze unter anderem in Deutschland, Italien und Spanien übernommen. Megabus gehört zur Stagecoach Group, einem Verkehrsunternehmen aus Großbritannien.

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Nach dieser und zahlreicher weiterer Übernahmen ist Flixbus in Europa inzwischen in 28 Ländern aktiv. 2017 transportierte das Startup eigenen Angaben zufolge 40 Millionen Passagiere. Im Zuge der Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs wurde Flixbus 2013 von Daniel Krauss, André Schwämmlein und Jochen Engert gegründet und ist heute Marktführer im deutschen Fernbus-Markt.

Bild: Flixbus

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