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50 Millionen Euro – chinesischer Autokonzern Geely steigt bei Volocopter ein

Volocopter drängt nach Fernost, um dort seine Flugtaxis in die Luft zu bekommen. Der Markt und das Interesse an der Technologie sind groß.

Das deutsche Flugtaxi-Startup Volocopter hat sich in einer neuen Finanzierungsrunde 50 Millionen Euro gesichert, unter anderem von der chinesischen Geely-Gruppe. Der Konzern aus Hangzhou – Volvo-Mutter sowie Großaktionärin bei Daimler – und Volocopter wollen außerdem ein Joint Venture gründen, um neue Konzepte für städtische Luftmobilität nach China zu bringen.

Die Konkurrenz für die Deutschen ist groß: Das chinesische Flugtaxi-Startup Ehang will nach 2.000 Testflügen schon in diesem Jahr den Regelbetrieb aufnehmen. In der chinesischen Metropole Guangzhou sollen autonome Flugtaxis Passagiere befördern.

Startup will in China erste Passagierflüge mit autonomen Flugtaxis anbieten

Chinesen sollen die ersten sein, die den Personentransport per Drohne ausprobieren. Nach 2.000 Testflügen soll noch in diesem Jahr der Regelbetrieb aufgenommen werden.

Volocopter entwickelt Lufttaxis, mit denen Passagiere in den Megastädten der Zukunft Staus auf den Straßen ausweichen und so schnell ihr Ziel erreichen können sollen. Insgesamt hat das Startup bislang 85 Millionen Euro eingesammelt. Auch Daimler hat in das in Bruchsal bei Karlsruhe ansässige Unternehmen investiert.

Erst im vergangenen Monat hatte Volocopter das Design für das neueste Fluggerät, den Volocity, vorgestellt. Dieser wurde nach den Spezifikationen für Flugtaxis der Europäischen  Agentur für Flugsicherheit (EASA) entwickelt.

Ebenfalls im August 2019 hat Volocopter einen pilotieren Flug durchgeführt, in dem das Fluggerät in die Flugsicherung des internationalen Flughafens in Helsinki eingebunden war. Somit konnte Volocopter die Kompatibilität von Flugtaxis und existierenden Sicherungssystemen demonstrieren. Ein weiterer Flug soll noch diesen Monat in Stuttgart stattfinden.

Das Unternehmen will seine elektrisch betriebenen Flugtaxis, die vertikal starten und landen können, innerhalb von drei Jahren auf den Markt bringen. Ob dies in Deutschland der Fall sein wird, ist angesichts der hohen Regulatorik und eines komplexen Baurechts in Deutschland fraglich.

In Dubai (Vereinigte Arabische Emirate), wo es im Flugdrohnen als öffentliche Verkehrsmittel eingesetzt werden sollen, hat Volocopter bereits 2017 einen autonomen Flug gezeigt. Auch in Singapur ist das Startup aktiv: Vom 22. bis 25. Oktober wird Volocopter dort seinen Voloport vorstellen, den ersten Prototypen für die Start- und Landeinfrastruktur für Flugtaxis.

Geballte Expertise zum Thema „Business in China” findet ihr im neuen Gründerszene Report. Hier könnt ihr einen Blick hineinwerfen.

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Bild: Volocopter

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