Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

In Hamburg gibt’s die Fahrt im englischen Taxi jetzt mit Monatskarte

Die Verkehrsbetriebe Hamburg und die Deutsche Bahn starten einen neuen Mobilitätsservice. In zwei Stadtteilen kommt der Minibus jetzt auf Bestellung.

In Hamburg fährt jetzt ein englisches Taxi – zum ÖPNV-Tarif. Per App können Fahrgäste den Kleinbus bestellen, einen festen Fahrplan gibt es nicht. Für den Preis einer normalen Nahverkehrsfahrt sollen die Shuttles Fahrgäste zu Hause abholen.

Dafür haben die Betreiber, die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) und Ioki, ein Geschäftszweig der Deutschen Bahn, im Abstand von 200 Metern voneinander entfernt an Straßenschildern und Laternen zusätzliche Haltepunkte eingerichtet. Auch Besitzer einer Monatskarte oder eines Jahresabos können den Dienst nutzen. Für sie fallen keine zusätzlichen Kosten an. 

Gestartet mit fünf Hybrid-Fahrzeugen des englischen Herstellers LEVC, die vom Aussehen an die typischen britischen Taxis erinnern, verkehren die Kleinbusse zunächst von Montag bis Freitag zwischen vier Uhr morgens und ein Uhr nachts. Ab dem 8. August soll der Service rund um die Uhr bestellbar sein und die Flotte auf bis zu 25 Fahrzeuge aufgestockt werden. Wir sind am ersten Tag mal Probe gefahren (siehe Video):

Volkswagen will nächstes Jahr an den Start gehen

Die Deutsche Bahn will die Menschen mit dem neuen Angebot aus ihrem privaten Auto locken und zum Umstieg auf die Öffentlichen bewegen. Das Shuttle biete einem komfortablen Anschluss an den bestehenden ÖPNV, sagt Berthold Huber, Vorstand Personenverkehr bei der Bahn, bei der Vorstellung des Services in Hamburg: „So wird die Fahrt mit dem eigenen Auto überflüssig.“

Der britische Taxi-Klassiker macht jetzt deutschen Anbietern Konkurrenz

Mit Hybrid-Antrieb, WLAN und Platz für sechs Personen versucht das Unternehmen LEVC auf dem deutschen Markt anzukommen. Der TX soll mehr als nur ein Taxi sein.

Ein von Ioki entwickelter Algorithmus soll Menschen mit einer ähnlichen Route automatisch zusammenführen, sodass sich bis zu sechs Personen einen Kleinbus teilen. Die Wartezeit werde trotzdem nicht mehr als 20 Minuten betragen, versprechen die Betreiber. Zunächst ist der Dienst auf die Stadtteile Lurup und Osdorf beschränkt. Nach einer 100-tägigen Testphase wollen die Projektpartner entscheiden, wie es weitergeht und ob weitere Stadtteile angebunden werden sollen.

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Auf ein ähnliches Konzept mit per App bestellbaren Rufbussen setzt auch Volkswagen. Mit seiner Tochter Moia will der Autohersteller 2019 ebenfalls erste Shuttlebusse in der Hansestadt auf die Straße schicken. Eigentlich war der Start für dieses Jahr geplant, verzögerte sich wegen der fehlenden Zulassung jedoch. Moia hat angekündigt, dass die Kosten für die Fahrt in denen von VW entwickelten Shuttlebussen zwischen dem Preis eines ÖPNV-Tickets und einer Taxifahrt liegen werden. In Hannover will Moia regulär in diesem Sommer starten.

Bild: Chris Marxen / headshots-berlin.de

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