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Berlin will Elektro-Lastenräder mit bis zu 1.000 Euro fördern

Berlin lobt ab Mai eine Kaufprämie für die Lastenräder aus. Davon sollen nicht nur große Logistiker profitieren. Auch Privatleuten winkt ein Zuschuss.

Um die Luftverschmutzung zu reduzieren, will Berlin mehr Lastenräder auf die Straße bringen. Doch die sind nicht ganz günstig. Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz will deshalb den Kauf von Cargobikes subventionieren. Fördergelder in Höhe von insgesamt 200.000 Euro sollen dafür in diesem Jahr bereitgestellt werden, heißt es in einer Mitteilung der Berliner Verkehrsverwaltung. 2019 sollen 500.000 Euro fließen.

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Nicht nur Unternehmen sollen demnach von den Subventionen profitieren. Auch private Nutzer können die Kaufprämie beantragen. 130.000 der insgesamt 200.000 Euro ständen für private Käufer zur Verfügung, 70.000 Euro seien für gewerbliche Nutzer reserviert. Bezuschusst werden maximal 33 Prozent der Kaufsumme, beziehungsweise maximal 1.000 Euro für ein elektrisches Lastenrad und 500 Euro für eines ohne Elektromotor.

Gestellt werden können die Förderanträge ab Mai. Wie bei der Kaufprämie für E-Autos gilt das Windhundprinzip.  Das heißt, wer den Antrag stellt, bekommt das Geld – so lange, bis das im Haushalt reservierte Budget ausgeschöpft ist. Offen ist, ob das Programm nach 2019 fortgesetzt wird.

Lastenräder für den Lieferverkehr in der Stadt

Auch außerhalb von Berlin werden Lastenräder gefördert, beispielsweise im Landkreis Bamberg. Und auch die Bundesregierung hatte die Förderung von Schwerlasträdern auf dem letzten Dieselgipfel angekündigt, am 1. März trat eine entsprechende Richtlinie in Kraft. Bis zu 30 Prozent des Kaufpreises oder maximal 2.500 Euro werden demnach gewerblichen Nutzern erstattet. Beantragt werden kann die Kaufprämie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Auf der Seite für die Antragsstellung wurde derweil jedoch folgender Hinweis ergänzt: „Aufgrund der derzeitigen vorläufigen Haushaltsführung werden Förderanträge […] erst nach Inkrafttreten des Haushaltsgesetzes 2018 bewilligt.“ Dies werde voraussichtlich nach der Sommerpause 2018 der Fall sein.

Kombiniert werden können die verschiedenen Förderungen nicht; Käufer können die Gelder entweder beim Land, der Kommune oder beim Bund beantragen.

Neben der Deutschen Post und UPS setzen auch Startups beim Lieferverkehr in der Stadt auf elektrisch unterstütze Cargobikes. Beispielsweise Urban Cargo, das von einem Berliner Ex-Grünen-Politiker gegründet wurde. Von einem städtischen Verteilzentrum aus liefert das Unternehmen für Amazon Prime Now online bestellte Waren innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings an die Kunden. Das neue Förderprogramm dürfte den Gründer freuen. Im Interview mit NGIN Mobility und Gründerszene hatte er angekündigt, seine Flotte ausbauen zu wollen.

Der Unternehmer, der die Politik verließ, um ein Mobility-Startup zu gründen

Als verkehrspolitischer Sprecher war er für den Lieferverkehr der Zukunft zuständig. Mit seinem eigenen Startup will Roland Prejawa nun eine konkrete Lösung bieten.

Bild: Getty Images / MECKY

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