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Ihr könnt jetzt das Flugauto des Google-Gründers vorbestellen

Das Startup Kitty Hawk will ein Flugauto bauen, das jeder steuern kann. Nach nur einer Stunde Training soll sich der Kitty Hawk Flyer beherrschen lassen.

Vor einem Jahr hatte Kitty Hawk – benannt nach der Kleinstadt, in der die Gebrüder Wright ihren ersten Motorflug absolvierten – einen Prototyp ihres Flyer vorgestellt. Nun hat das Startup eine rundum neu gestaltete Fassung präsentiert. Das Elektrovehikel besteht aus zwei Pontons und einer Sitzkabine mit Platz für eine Person. Zehn Rotoren heben das Flugfahrzeug in die Luft, das eine Höchstgeschwindigkeit von 32 Kilometern pro Stunde erreicht. Spätere Iterationen sollen es auf bis zu 160 Kilometer pro Stunde bringen.

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Der Gründer Sebastian Thrun beschreibt den Flyer als ein „recreational vehicle“, also ein Erholungs- und Spaßgefährt. Grund dafür ist unter anderem, dass die derzeit möglichen 20 Minuten Flugzeit nicht gerade für größere Strecken oder Transporttätigkeiten taugen. Außerdem sei die Bedienung ziemlich simpel – denn zahlreiche Sensoren und Computer sollen den Großteil der Arbeit erledigen.

„Es ist so einfach wie Minecraft zu spielen“, sagt Thrun. Eine Reporterin von CNN durfte den Flyer bereits ausprobieren. Die Ein- und Unterweisung brauchten lediglich eine Stunde. Dann konnte sie abheben. Insgesamt soll der Vergnügungsflieger schon 1.500 Flüge hinter sich haben. Wer selbst einen Testflug antreten will, der muss den Flyer vorbestellen.

In weniger als drei Jahren will Kitty Hawk aber auch zahlreiche Menschen innerhalb von Städten umherfliegen, um den Verkehr auf den Straßen zu reduzieren. Dafür arbeitet das Unternehmen derzeit auch am Flugtaxi Cora, das an eine Cessna erinnert und voll autonom funktionieren soll.

Finanziell unterstützt wird Kitty Hawk unter anderem von Googles Mitbegründer Larry Page. Nicht zuletzt da Sebastian Thrun einst eine der treiben Kräfte hinter Google X und dem Projekt Google Car gewesen war – aus dem mittlerweile Waymo hervorgegangen ist. Larry Page selbst stand einst auch hinter dem Start-up Zee.Aero, das aber mittlerweile zum Teil des Kitty-Hawk-Teams geworden ist.

Bild: Youtube / Kitty Hawk

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wired.de

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