Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Wo bleiben die Antworten der Startups zum Diesel-Fahrverbot?

Über Diesel-Fahrverbote zu jammern, hilft nicht. Man könnte sich auch konstruktiv damit auseinander setzen. Gefragt sind Entrepreneurship und Ideen.

Nach den Dieselfahrverboten in Berlin, Frankfurt, Stuttgart und anderen deutschen Städten herrscht in der Szene der Mobilitäts-Startups eine seltsame Stille. Eine ratlose Stille. Was fehlt, ist ein konstruktiver Umgang mit der neuen Situation, der Gründern Raum bieten könnte, neue Lösungen für eine moderne und nachhaltige urbane Mobilität zu entwickeln.

Wie wäre es zum Beispiel, einen Park&Ride-Service in den betroffenen Städten anzubieten, von dem Diesel-Pendler und Gelegenheitsfahrer profitieren könnten? Die umweltschädlichen Autos würden in bewachten Park-Hubs am Stadtrand abgestellt, von wo Carsharing- oder Ridepoolingdienste mit Elektroautos, Rollern oder Kleinbussen im Minutentakt in die Zentren der Metropolen pendeln – oder zu einer verkehrsgünstig gelegenen Bus- oder Bahnstation.

Park-Hubs für Diesel

Die moderne Stadt braucht Alternativen zum schmutzigen Diesel.

An den Ausfallstraßen der Städte könnte ein Ring solcher Park-Hubs entstehen, in denen Verkehrsteilnehmer vom Diesel auf das Elektroauto umsteigen – oder, wenn man ein paar Jahre in die Zukunft blickt, auf Flugtaxis, die zwischen der Peripherie und zentralen Stationen in urbanen Zentren pendeln, oder autonom fahrenden Robotaxis. Volocopter, Lilium, Door2Door, Car2Go – wo bleiben eure Ideen?

Städter, die ihr Auto nur für den Wochenendausflug brauchen, wären zudem das Problem des Parkplatzsuchens in ihrer Wohngegend los. Sie würden eine Menge Zeit sparen, dem Radverkehr und Fußgängern mehr Platz in den Wohnstraßen verschaffen und für saubere Luft in den Städten sorgen.

Der fromme Wunsch der Industrie

Darauf zu warten, dass Privatauto fahrende Stadtbewohner auf Sharingdienste umsteigen und ihr Fahrzeug verkaufen, ist ein frommer Wunsch der Mobilitätsdienstleister. Er wird sich erst realisieren lassen, wenn es innerstädtische Verkehrsmittel gibt, die ihren Nutzern die gleiche Bequemlichkeit und Verfügbarkeit garantieren, die sie von ihrem privaten Autos gewohnt sind.

BildER: GETTY, Toyota

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