Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Der britische Taxi-Klassiker macht jetzt deutschen Anbietern Konkurrenz

Mit Hybrid-Antrieb, WLAN und Platz für sechs Personen versucht das Unternehmen LEVC auf dem deutschen Markt anzukommen. Der TX soll mehr als nur ein Taxi sein.

Aus Black wird Beige. Das berühmte Black Cab aus London soll in seiner Neuauflage unter dem Namen TX bald auf deutschen Straßen unterwegs sein. Das erhofft sich zumindest der vor drei Jahren neu gegründete Hersteller LEVC. Als Tochter des chinesischen Autoherstellers Geely wolle man auf die Vertriebswege der Schwesterfirma Volvo zurückgreifen, sagte der Aufsichtsratschef Carl-Peter Forster während seiner Präsentation in Berlin. Und beim Taxi allein soll es nicht bleiben.

Das Hybrid-Fahrzeug, das bei reinem Elektrobetrieb auf eine Reichweite von 128 Kilometern kommt, könne nicht nur Taxifahrern wöchentlich 110 Euro an Spritkosten einsparen, sondern auch als Shuttle für Behinderten- oder Altentransporte zum Einsatz kommen, so Forster. Daneben gäbe es Überlegungen einen Shuttle-Service für die letzte Meile anzubieten, sagte der deutsche Volvo-Chef Thomas Bauch gegenüber Gründerszene und NGIN Mobility (siehe Video unten).

Das Fahrzeug bietet Kapazität für sechs Mitfahrer, hat WLAN und Ladevorrichtungen für Smartphones und Laptop. Ein ähnliches Konzept bietet bisher nur die VW-Tochter mit ihrer Mobilitätsmarke Moia. Deren Shuttles werden bereits in Hannover getestet und sollen bald regulär in der niedersächsischen Hauptstadt fahren, ab 2019 dann auch in Hamburg.

Bislang wird der deutsche Taxi-Markt von Daimler-Fahrzeugen dominiert. Die Konzernmutter von LEVC, Geely, hält selbst Anteile an Daimler.
Derzeit ist das neue LEVC-Modell nur auf Londons Straßen unterwegs – mit gerade mal 300 Fahrzeugen. Der neue Hersteller hofft jedoch darauf, mit seinem Hybrid und dem Einsparversprechen auch hierzulande Taxifahrer und Chauffeur-Anbieter überzeugen zu können.

Bild und Video: Marco Weimer

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