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Lidl will bald Autos verkaufen

Die Schwarz Gruppe, Mutterkonzern von Lidl und Kaufland, will seine gebrauchten Dienstwagen künftig in einem eigenen Autohaus verkaufen.

Erst Wohnungen, jetzt Autos. Anfang März gab Lidl bekannt, ähnlich wie auch Aldi Wohnungen über seine Supermärkte bauen zu wollen. Wie das Manager Magazin heute berichtet, wolle der Discounter zudem auch noch in den Fahrzeughandel einsteigen und seine gebrauchten Dienstwagen darüber verkaufen. Auf Nachfrage von Gründerszene und NGIN Food bestätigt die Schwarz Gruppe, Firmenfahrzeuge künftig in einem neu eingerichteten „Abwicklungszentrum“ weiterverkaufen zu wollen. 

Schon Ende Januar meldete die Neckarsulmer Schwarz Gruppe, dass sie die Zusammenarbeit mit Audi gekündigt hat. Seit März stellen Lidl und Kaufland ihre Flotten komplett auf BMW-Fahrzeuge um. Als Grund wurden „rein wirtschaftliche Gesichtspunkte“ genannt. Etwa 10.000 Fahrzeuge des Münchener Autobauers wollen die Discounter jährlich bestellen, fast ausschließlich Dieselfahrzeuge. Laut Manager Magazin gibt BMW bis zu 50 Prozent Rabatt auf den Verkaufspreis, mehr als Audi zuvor.

Die Fahrzeuge sollen in der Regel weiterhin 18 Monate gefahren werden, eine Umstellung auf einen halbjährlichen Wechsel sei nicht geplant, so die Schwarz Gruppe. Danach sollen die BMW-Dienstwagen in einem eigenen Konzernautohaus in Weinsberg, einem Nachbarort von Neckarsulm, verkauft werden, wie das Wirtschaftsmagazin berichtet. Der Ingolstädter Autohersteller habe dies nicht erlaubt. Lidl und Kaufland durften ihre gebrauchten Fahrzeuge bisher lediglich Audi-Händlern anbieten.

Bild: MYCHELE DANIAU / Getty Images. In einer früheren Version des Artikels stand, dass Lidl und Kaufland die Autos schon nach sechs Monaten verkaufen wollen. 

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