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Millionen für Freiburger Big-Data-Startup Geospin

Das Spinoff will Unternehmen helfen, ihre Produkte besser auf die Kunden auszurichten. Dafür wertet Geospin große Datenmengen aus der Umgebung aus.

Geospin sammelt und analysiert ortsbezogene Daten. Diese sollen Unternehmen helfen, sich besser auf ihre Kunden einzustellen. Für seine Analyse-Software hat das Freiburger Startup nun einen siebenstelligen Betrag erhalten. Das Geld kommt vom High-Tech-Gründerfonds und dem Stadtwerkekonzern Thüga. 

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Über Open-Source-Dienste wie Maps sammelt das Startup beispielsweise Informationen über Verkehr und Stau in der Stadt. Die Google-Anzeige liefert Angaben zu den „beliebesten Besuchszeiten“ von Restaurants oder Kinos. Weitere Daten über Bewegungsströme steuern Nutzer der sozialen Medien bei. Insgesamt werden nach Angaben des Startups „700 externe Umgebungsinformationen“ einbezogen. 

Geospin organisiert Städte 

Die von den Geopsin-Gründern entwickelten Algorithmen analysieren diese Informationen und können Aussagen darüber treffen, wie Städte besser organisiert werden könnten. Je mehr Daten zur Verfügung stehen, desto besser werden die Algorithmen, künstliche Intelligenz heißt das im Fachjargon. Mit dem Verfahren lässt sich beispielsweise für Energieversorger und Kommunen prognostizieren, wo in der Stadt der optimale Platz für eine neue Ladesäule wäre. Oder sie können vorhersagen, wann und wo Parkplätze frei werden. Geld verdient das Startup, indem es das Programm gegen eine Lizenzgebühr anderen zur Verfügung stellt.

Viele Unternehmen sammeln und speichern schon heute große Mengen an Daten. Sie wüssten aber häufig nicht, wie sie diese richtig einsetzen könnten, sagt Christoph Gebel, einer der Mitgründer.

Milliardenmarkt geografische Info-Systeme

Bisher hat das Startup nur in Projekten gearbeitet, unter anderem bei namhaften Kunden wie dem Autohersteller Volkswagen, dem Technikkonzern Siemens und der Deutschen Bahn. Mit dem frischen Geld will das Unternehmen seine Software nun regulär auf den Markt bringen. Auch soll ein neues Büro in Hamburg eröffnet und das elfköpfige Team aufgestockt werden.

Gegründet wurde Geospin im Frühjahr 2016 als Spinoff der Uni Freiburg. Zum Gründerteam gehören die Wirtschaftsinformatiker Johannes Bendler, Tobias Brandt, Christoph Gebele, Niklas Goby und Sebastian Wagner. Bisher hat sich das Startup überwiegend selbst finanziert. In dem Markt für geografische Informationssysteme sehen die Gründer großes Potenzial. Laut einer Studie soll das Volumen bis 2023 auf 17,3 Milliarden US-Dollar jährlich wachsen

Bild: Geospin

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