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Mobilitäts-Allianz zwischen Daimler und BMW mit neuem Sitz in Berlin

Die Fusion von DriveNow und Car2go ist offenbar erst der Anfang. Ein gemeinsames Unternehmen der beiden Autobauer soll weitere Mobilitätsdienste mit einschließen.

Die Fusion der Sharing-Dienste DriveNow und Car2Go galt bereits als ausgemachte Sache. Doch die Zusammenlegung der BMW- und Daimler-Töchter sollen nur der Anfang eines weitaus größeren Pakts zwischen den beiden Automobilherstellern sein.

Update vom 29.03.2018: BMW und Daimler haben nun offiziell den Zusammenschluss ihrer Mobiltätsdienste beschlossen. „Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Beim Geschäft mit Premium-Fahrzeuge bleibe der Wettbewerb aber weiterhin bestehen, so BMW-Chef Harald Krüger.

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Von einem gemeinsamen Firmensitz in Berlin aus sollen künftig unter einer neuen Dachmarke zudem die Daimler-Dienste Mytaxi und Moovel sowie ParkNow und ChargeNow von BMW zusammengeführt werden, berichtet das Manager Magazin in seiner aktuellen Ausgabe. Unter dem Projekt-Namen KITT (in Anlehnung an das Computerauto aus der TV-Serie Knight Rider) könnte es schon im September oder Oktober dieses Jahres losgehen. Die Kartellbehörden prüfen offenbar bereits den Antrag.

Car2Go und DriveNow kommen zusammen auf rund 20 000 Fahrzeuge mit nahezu vier Millionen Kunden. Bei Mytaxi sollen etwa 11,1 Millionen Nutzer angemeldet sein. BMWs Dienste bringen hingegen die Infrastruktur für Ladesäulen und Parkplatzbuchung mit. Zudem haben die Münchner kürzlich in den USA die Park-App Parkmobile übernommen, die ebenfalls mit in das neue Unternehmen einfließen soll.

Anteilig soll das neue Unternehmen beiden Seiten zu 50 Prozent gehören, schon jetzt werde die neue Marke mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf Branchenkreisen. Zuletzt hatte BMW den Partner Sixt bei DriveNow herausgekauft, Daimler wiederum Europcar bei Car2go. Sixt hatte daraufhin angekündigt, einen eigenen Carsharing-Service zu starten.

Bild: Getty Images / Christoph Stache; Der Artikel wurde nachträglich angepasst und erschien zuerst am 23.03.2018.

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