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Moias Shuttle-Service startet offiziell in Hannover

Nachdem die Volkswagen-Tochter ihren Start in Hamburg auf Anfang 2019 verschieben musste, hat Moia nun grünes Licht von der Stadt Hannover bekommen.

In Hannover werden bald vermehrt schwarze Moia-Shuttles durch die Stadt fahren. Die Volkswagen-Tochter hat die offizielle Genehmigung für den Betrieb ihres Ridesharing-Angebots erhalten und will in den nächsten Wochen den regulären Betrieb starten. Weitere 15.000 Nutzer sollen demnach zugelassen werden, die Flotte auf bis zu 150 Fahrzeuge aufgestockt werden. Das geht aus einer heute veröffentlichten Mitteilung hervor.

Moia-CEO Ole Harms: „Zunächst öffnen wir Moia für die Personen, die sich bereits für den Servicetest beworben hatten, aber wegen des großen Andrangs bislang nicht zum Zuge gekommen sind.“ Bis Ende dieses Jahres solle die Flotte „schrittweise und mit Augenmaß“ für alle Hannoveraner geöffnet werden. Seit Oktober 2017 testet die VW-Tochter in Hannover ihren Service mit mittlerweile 35 Fahrzeugen und 3.500 Kunden.

Update vom 30. Juli 2018: Moia nimmt heute den reguläre Betrieb des Ridesharing-Angebots in Hannover auf. Das Gebiet ist etwa 90 Quadratkilometer groß,  im Unterschied zum Testbetrieb kommen die Stadtgebiete Waldheim, Stöcken und der Maschsee hinzu. Einige Stadtteile sind allerdings noch nicht eingebunden, später sollen aber weitere hinzukommen.

Die Ticketpreise werden nach der Testphase steigen

Mit der Aufnahme des öffentlichen Betriebs werden die Preise für Fahrten in dem digitalen Rufbus für die Nutzer steigen, kündigt Moia an. Zukünftig liegen die Kosten für eine Fahrt zwischen dem ÖPNV- und Taxipreis und schwanken je nach Wochentag, Uhrzeit und Nachfrage. Bisher mussten Fahrgäste sechs Cent pro Kilometer zahlen, weil die erhobenen Ticketpreise die Betriebskosten nicht übersteigen durften.

Zunächst werden Volkswagen-Vans mit Verbrennungsmotor Reisende in Hannover  von A nach B bringen. In den kommenden Jahren soll die Flotte dann schrittweise elektrifiziert werden. Dafür hatte der Konzern ein eigenes Fahrzeug entwickelt, das Anfang 2019 erstmals in der niedersächsischen Hauptstadt zum Einsatz kommen soll.

Parallel zum Ausbau der Shuttle-Flotte wird im Rahmen einer Studie untersucht, wie sich das Angebot auf die „öffentlichen Verkehrsinteressen“ auswirkt. Vorausgesetzt, der Betrieb hat keine negativen Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr, darf die Volkswagen-Tochter ihre Flotte ab 2020 auf bis zu 250 Fahrzeuge erhöhen, heißt es.

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Nach Hannover will Moia auch in Hamburg seine Busse auf die Straße schicken. Ursprünglich war der Start für dieses Jahr geplant, er verschiebt sich nun wegen der erst für 2019 erteilten Genehmigung auf das nächste Jahr.

Bild: Moia

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