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Ono testet seine E-Cargobikes mit Hermes und Liefery

2020 will das Berliner Startup mit seinem überdachten Lastenfahrrad in die Serienproduktion gehen. Der Wettbewerb unter den Cargobike-Anbietern ist groß.

Mit seinem elektrischen Lastenfahrrrad will es eine emissionsarme Zustellung von Paketen und größeren Lieferungen in Ballungszentren ermöglichen. Nun hat das Berliner Unternehmen Ono bekannt gegeben, ein Pilotprojekt mit dem Logistik-Unternehmen Hermes und Lieferey zu starten. Hermes ist an dem Same-Day-Delivery-Dienst Liefery beteiligt. Ziel sei es, den Ersetzungsgrad von konventionellen Fahrzeugen wie Dieseltransportern für die letzte Meile und die Belastbarkeit der Ono-Räder im Regelbetrieb zu testen, heißt es von dem Startup.

Hierfür soll die zweite Generation des Fahrzeugs auf der Straße getestet werden. Ono wurde 2016 gegründet und hat knapp zwei Jahre später sein erstes Fahrzeug präsentiert (siehe Video). Das E-Cargobike soll unter anderem durch Crowdfunding finanziert werden. Derzeit arbeiten 14 Mitarbeiter für das Startup. Konzipiert wurde das Lastenfahrrad von Murat Günak, dem ehemaligen Chefdesigner von Volkswagen. Da es zusätzlich mit einem Container-System ausgestattet ist, sollen damit neben normalen Paketen auch größere Sperrgüter wie Möbel transportiert werden können. Das Fahrzeug hat den Machern zufolge ein Ladevolumen von zwei Kubikmetern und eine Nutzlast mit Fahrer von 300 Kilogramm. Für den Betrieb ist kein Führerschein erforderlich.

Ono plant, im Frühjahr 2020 in die Serienproduktion zu gehen. Das Berliner Startup Citkar hat ein vergleichbares Fahrzeug entwickelt. Konkurrenz macht auch der Maschinenhersteller Krone mit seinem Spin-off Rytle, das ebenfalls ein modulares Container-System anbietet. Daneben testen derzeit sechs Paketzusteller, darunter auch DHL, Hermes und UPS, ein Mikrodepot für die Paketzustellung, das im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg Haushalte im Umkreis von drei Kilometern mit unterschiedlichen Cargobikes bedient.

Das E-Cargobike mit „femininen Formen“

Murat Günak war Chefdesigner bei Volkswagen und Mercedes. Jetzt hat er für das Startup Ono ein Lastenrad entwickelt, das emotional berühren soll.


Bild: Ono, Kristina Nabieva

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