Smart City Systems lotst Dich zum nächsten freien Parkplatz

Ein Startup stattet Parkplätze mit Sensoren aus – und will damit die lästige Parkplatzsuche überflüssig machen. Bosch hatte mit einem ähnlichen Projekt Schwierigkeiten.

Auf der Suche nach einem Parkplatz verlieren Autofahrer schnell die Nerven. Mitunter dauert es länger, als die eigentliche Fahrt vom Start zum Ziel. Bis zu 30 Minuten verbringen Autofahrer mit der Parkplatzsuche. Ein Startup aus Nürnberg will diese Zeit auf praktisch Null verkürzen – und Autofahrer direkt zu einem freien Parkplatz lotsen.

Smart City Systems hat einen kleinen Kasten gebaut, den Parking Pilot. Dieser kann auf einem Parkplatz installiert werden. Durch ein Magnetfeld erkennt der darin verbaute Sensor, ob darauf ein Auto parkt oder nicht. Diese Information wird an eine Cloud gesendet und dann weiter an die Nutzer verteilt. Supermarktbetreiber, Kommunen und andere Firmen könnten davon profitieren, heißt es von dem Unternehmen. Mit eigens für das System programmierte Apps wäre dann auch die genau Navigation zu einem Parkplatz möglich.

Parkplatz in Dresden ausgestattet

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Wie das aussehen kann, zeigt beispielsweise ein vor einigen Tagen in Dresden installiertes Projekt. Auf dem dortigen Volkswagen-Gelände hat das Startup, das derzeit im VW-Ideation-Hub steckt, einen Parkplatz für seine Mitarbeiter mit Sensoren ausgestattet. „Über die VW-App können diese jetzt ein Stellplatz reservieren“, sagt Smart-City-Systems-Chef Thorge Harms im Gespräch mit NGIN Mobility.

Aber auch für Supermarktbetreiber soll die Technik nützlich sein. Sie seien in der Lage, die Auslastung ihrer Parkplätze zu erkennen und darauf zu reagieren, so der Gründer. „Dadurch können den Kunden bessere Parkmöglichkeiten bereitgestellt werden.“

Ein hart umkämpfter Markt

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Bisher hat sich das vor etwa zwei Jahren gegründete Startup nach eigenen Angaben ausschließlich selbst finanziert. Geld verdienen die Gründer durch den Verkauf, die Installation und die Wartung der Sensoren. Je nach Größe des Parkplatz koste die Ausstattung für den Kunden zwischen 1.000 und 5.000 Euro, heißt es. Zunächst habe man die Sensoren handgefertigt, jetzt stehe man kurz vor der Serienreife. Als nächstes stehe die Expansion in andere europäische Länder auf dem Programm, sagt der Gründer.

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Auch andere Startups wie Park Here aus München entwickeln Parkplatzsensoren, um einen Teil des milliardenschweren Smart-Parking-Marktes zu erobern. Das Beratungsunternehmen Frost & Sullivan prophezeit bis 2025 ein Marktvolumen von 43 Milliarden US-Dollar weltweit, im Jahr 2014 lag es noch bei 7 Milliarden. An der Umsetzung sind allerdings auch schon zwei große Corporates mit ihren Pilotprojekten gescheitert. Bei Bosch soll es unter anderem an den ungenauen Detektionsergebnisse gelegen haben. Smart City Solutions glaubt, mit vergleichweise günstigen, genauen und energiesparenden Lösung hier punkten zu können.

Bild: Smart City Solutions

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