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Im E-Auto-Zeitalter: Reebok will Tankstellen zu Fitnesscentern machen

Was wird aus Tankstellen, wenn wir mit Strom statt Benzin oder Diesel im Tank fahren? Der Sportartikelhersteller Reebok hat eine Idee – die nebenbei dem eigenen Geschäft nutzt.

Statt sich während der Rast ungesunden Kaffee, Kippen und Kartoffelchips an der Tanke zu holen, sollen Autofahrer künftig etwas für ihre Fitness tun. Während sie darauf warten, dass die Batterie in ihrem E-Truck oder E-Auto lädt, könnten sie Gewichte heben oder ihre Ausdauer auf dem Laufband trainieren. So zumindest die Idee einiger Visionäre bei Reebok, wie das US-Magazin Forbes zuerst berichtet.

Bis 2030 rund 80 Millionen autonome Autos

Der US-Sportartikelhersteller hat sich mit dem Architekturbüro Gensler zusammengetan, um die Frage zu beantworten „Was wird aus unseren Tankstellen, wenn elektrische Autos, insbesondere selbstfahrende, die Straße erobern?“ Laut Prognosen der Beratung PwC werden bis 2030 rund 80 Millionen autonome Autos auf der Straße sein, die uns von A nach B transportieren.

So stellt sich der Sportartikelhersteller die Zukunft an der Tanke vor. Neben dem „Power Hub“ für E-Autos können die Autofahrer Gewichte stemmen.

Eine Möglichkeit könne sein, so Reebok und Gensler, Tankstellen entlang der Straßen in Fitnesscenter zu verwandeln. Sie böten Autofahrern die Möglichkeit, „ihre mentale und physische Fitness“ aufzubauen. Ziel sei es, dass jeder – egal ob zu Hause oder auf Reisen – immer innerhalb weniger Minuten ein solches „Fitness Hub“ erreichen könne.

Die Vision sei, künftig ein Netzwerk an Fitnessoasen aufzubauen, wo Menschen mehr laden könnten als nur das Auto, so Alfred Byun, Designer bei Gensler. Statt im Stau zu stehen und sich zu ärgern, könnten Autofahrer einfach von der Straße abfahren, bei Yoga entspannen und danach einen gesunden Smoothie schlürfen.

Schade eigentlich, dass wir dafür noch auf die Zukunft warten müssen. Auch heute würden wir uns schon über gesünderes Essen und ein bisschen mehr Bewegung während der Reise freuen. Und nebenbei dürfte Reebok darauf hoffen, noch mehr Sportschuhe und -hosen zu verkaufen.

Bild: Getty Images / Ed Freeman; Reebok und Gensler

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