Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Das Rennen der Megamaschinen

Roboter-Skelette des Unternehmens Furrion sollen für Wettrennen genutzt werden. Gelenkt werden sie von Menschen, die in den Metallmonstern stecken.

Eigentlich ist Furrion nicht gerade für High-Tech-Robotik bekannt. Stattdessen verkauft das 2004 gegründete US-Unternehmen vor allem Nobel-Einbauherde, Luxus-Geschirrspüler und Fahrzeugkameras. Aber das soll sich ändern.

Denn jetzt hat Furrion den Prosthesis vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein mechanisches Exoskelett mit vier Laufbeinen. Das aus Edelstahl gefertigte und von Elektromotoren angetriebene Robotergerüst ist 4,5 Meter hoch, 5,5 Meter breit und bringt 3,6 Tonnen auf die Waage. Diese Maschinen sollen bald um die Wette rennen. Aber anders als die futuristischen Wagen von Roborace würden sie jedoch nicht von einem Rechner, sondern einem Menschen gesteuert.

Ähnlich wie im Mech-gegen-Monster-Spektakel Pacific Rim oder Anime-Serien wie Appleseed soll ein Pilot im Inneren der Maschine sitzen. Aus einem engen Cockpit heraus wird er über ein Gurt- und Hydraulik-System mit seinen Bewegungen die mechanischen Beine kontrollieren. Die Prosthesis-Mechs sollen dabei eine Geschwindigkeit von knapp über 30 Kilometern pro Stunde erreichen.


Konstruiert wären sie für raues Terrain und könnten mit kleinen Sprüngen auch Hindernisse überwinden. Eine Batterieladung soll sie für rund eine Stunde in Betrieb halten. Zurück geht deren Konstruktion auf den Mondo Spider, eine Laufmaschine, die ein Teil des Entwicklerteams vor neun Jahren für das Festival Burning Man zusammengeschraubt hatte.

Der Furrion-Gründer Jonathan Tippett plant um die Mech-Roboter einen neuen Sport aufzubauen und hat dafür bereits die X1 Mech Racing League ausgerufen. Hier sollen einzelne Piloten gegeneinander antreten und Preise gewinnen. Denn die Exoskelette zu lenken sei schweißtreibend. Dafür bräuchte es echte Athleten. Ebenso sollen die Mechs aber auch dazu benötigt werden, um, gleich den Fahrzeugen in der Formel 1 und anderen Motorsport-Ligen, neue Technologien zu erproben.

Wann die ersten Rennen stattfinden, ist noch unsicher. Denn bisher ist Furrion noch auf der Suche nach Partnern und Sponsoren. Allerdings soll es „bald“ losgehen und weitere Information geben. Unter anderem auch zu weiteren und kleineren Mechs, die das Unternehmen bereits in der Entwicklung hätte.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Wired.de

Bild: Furrion

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain