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Scooter-Dienst Lime ist jetzt 2,4 Milliarden Dollar wert

Die Scooterbranche erhöht die Schlagzahl: Jetzt gibt Lime eine Finanzierung über 310 Millionen Dollar bekannt, die vierte Runde seit 2017.

Der Fahrrad- und Scooter-Sharingdienst Lime hat eine Finanzierungsrunde über 310 Millionen US-Dollar (270 Millionen Euro) bekanntgegeben. Das Startup aus San Francisco beziffert seinen Wert nach der Finanzierung mit 2,4 Milliarden US-Dollar (2,1 Milliarden Euro). Dies ist die vierte Finanzierung in Rekordzeit: Lime ging erst im Juni 2017 an den Start und hatte in den vorigen Runden bereits 455 Millionen US-Dollar bei Investoren eingesammelt. Bereits vor wenigen Wochen war in Branchenkreisen über die Finanzierung spekuliert worden.

Lime gehört zu den führenden Unternehmen der Trendsparte Fahrrad- und Roller-Sharing und kommuniziert beachtliche Nutzerzahlen: Das inzwischen in 100 Städten auf fünf Kontinenten aktive Startup nennt 34 Millionen Fahrten und zehn Millionen registrierte Nutzer. Wie das Unternehmen mitteilt, hat sich die Anzahl der Fahrten innerhalb der vergangenen sieben Monate um den Faktor 5,5 erhöht.

Zweiter großer Anbieter neben Lime ist der Sharingdienst Bird. Ferner kämpfen kleinere und zum Teil regionale Dienste wie Wind, Voi, Tier Mobility, Flash, Zero und Hive um Marktanteile. Der Dienst Hive, der zum Daimler-Konzern gehört und in Lissabon startete, kündigte für 2019 die Expansion in mehrere europäische Städte an. Lime ist in Deutschland bislang nur mit mechanischen und elektrischen Fahrrädern vertreten, weil batteriebetriebene Tretroller hierzulande bislang verboten sind. Auch die konkurrierenden Anbieter warten auf die für das erste oder zweite Quartal angekündigte Genehmigung der Scooter.

Probleme mit der Bremse: Lime pausiert E-Scooter-Verleih in der Schweiz

Das US-Startup muss seine gesamte Schweizer Flotte überprüfen. Nutzer hatten berichtet, die Roller hätten bei voller Fahrt von alleine gebremst.

Wie erbittert der Kampf um Anteile auf dem Scooter-Markt ist, zeigen Berichte aus dem vergangenen Monat: Demnach schreibt das Startup monatlich Verluste in Höhe mehrerer Millionen US-Dollar. Das liegt an den hohen Kosten für die Anschaffung und die Wartung der vielen tausend Elektro-Tretroller (Scooter), die bereits nach wenigen Monaten schrottreif sind.

Investoren wie Andreessen Horowitz, Bain Capital Ventures, Fidelity Investments, GV und IVP führten die aktuelle Finanzierungsrunde an. Die bestehenden Investoren Alphabet, Coatue, Fifth Wall, GGV Capital, Singapore's GIC und weitere setzen ihre Unterstützung fort und schlossen sich mit den neuen Investoren GSV Capital, FJ Labs, Bling Capital, Europe’s GR Capital und St. Augustine Partners zusammen.

Lime wird als Übernahmekandidat für den Mobilitätskonzern Uber gehandelt.

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Bild: Lime

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