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KI-Lieferantensucher aus Würzburg sammeln weitere 10,6 Millionen ein

Keine acht Monate ist die Seed-Runde von Scoutbee her. Jetzt legen drei Altgesellschafter nach. Das Startup will damit sein Wachstum in den USA anheizen.

Für eine Seed-Runde waren die Gründer erst im vergangenen Oktober beim Notar, jetzt folgte die nächste Finanzierung in Millionenhöhe: Das Würzburger Startup Scoutbee hat in der Series A umgerechnet rund 10,6 Millionen Euro (12 Millionen US-Dollar) eingesammelt.

Der Frühphaseninvestor Holtzbrinck Ventures und der US-Risikokapitalgeber Toba Capital führten die Finanzierungsrunde an. Außerdem hat 42Cap Venture Capital aus München wieder mit investiert. Alle Geldgeber waren schon vorher an Scoutbee beteiligt und haben ihre Firmenanteile jetzt aufgestockt, wie aus dem Handelsregister hervorgeht. Seit der Gründung im Jahr 2015 hat das Startup nach eigenen Angaben insgesamt rund 13,8 Millionen Euro (15,5 Millionen US-Dollar) von Investoren erhalten.

Scoutbee-Mitgründer Fabian Heinrich beschreibt seine Gründung als „Linkedin für die B2B-Beschaffung“. Es soll Einkäufer in der Industrie beim Management von Lieferantennetzwerken unterstützen. Basierend auf bestehenden globalen Lieferantenbeziehungen, die eine Künstliche Intelligenz (KI) im Hintergrund online zusammensucht und klassifiziert, schlägt das System der Einkäuferin vor, welche Zulieferer zur Anfrage passen.

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter im Einkauf in der Automobilbranche soll neue Aluminiumprofile beschaffen. Heinrich erklärt, dass die konventionelle Lieferantensuche über persönliche Kontakte oder Beratungsfirmen komplex und teuer sei und bis zu sechs Monate Monate dauern könne. Scoutbee wolle diese Suchzeit reduzieren – laut Heinrich auf etwa einen Monat.

Mit einem Büro in den USA gestartet

Wozu brauchen die Gründer jetzt schon wieder Geld? Vor einigen Monaten habe das Startup ein Büro in der Nähe von Washington D.C. mit zehn Angestellten eröffnet, so Heinrich zu Gründerszene. Jetzt werde man weiter in den US-Markt investieren, also mehr Sales- und Marketing-Leute einstellen, um mehr Kunden an Bord holen zu können.

Diese Firmenkunden zahlen eine Gebühr für den Zugang zur Software, außerdem wird pro Suchauftrag abgerechnet. Im ersten Quartal dieses Jahres habe das Startup einen hoch sechsstelligen Umsatz in US-Dollar erzielt, sagt Heinrich.

Mehr zum Thema Künstliche Intelligenz liefert der Gründerszene-Report:

Bild: Scoutbee

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