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Nur drei Prozent Elektroautos im Fuhrpark der Bundesregierung

Die Bundesregierung ist weit entfernt von ihrem Ziel, ein Fünftel des Fuhrparks auf E-Autos umzustellen. Auch das Verkehrsministerium setzt vor allem auf Benziner.

Die Bundesregierung ist noch weit vom selbst gesteckten Ziel entfernt, ein Fünftel ihres Fuhrparks auf Elektromobile umzustellen. Von 29.065 Autos in allen Bundesressorts und den dazu gehörenden Behörden seien nur 761 elektrisch, geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Montagausgabe) vorliegt. Das entspricht einem Anteil von lediglich 2,6 Prozent. Von den 2018 neu angeschafften Fahrzeugen sind demnach nur 312 von 9694 elektrisch, was gut drei Prozent entspricht.

„Mit diesen beschämenden Zahlen machen sich Kanzlerin Merkel und ihre Minister bei der Elektromobilität unglaubwürdig“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stephan Kühn, dem RedaktionsNetzwerk. Er warf Merkel Scheinheiligkeit vor, da sie einen „Leitmarkt für die Elektromobilität will und selbst vor allem mit fossilen Verbrennern unterwegs ist“. Der Umstieg scheitere nicht am fehlenden Geld, sondern am mangelnden Willen der Regierung. 

Den höchsten Anteil von Elektroautos besitzt den Angaben zufolge mit 87,5 Prozent das Bundespresseamt. Schlusslicht ist das Verteidigungsministerium mit 1,1 Prozent kommt. Das Verkehrsministerium kommt auf 5,7 Prozent Elektroautos. Die für die Elektromobilität ebenfalls zuständigen Ministerien für Wirtschaft (19,3) sowie für Forschung (30) schneiden deutlich besser ab.

Bild: Getty Images / Michele Tantussi

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