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Wie aus einer Biergarten-Idee ein wachstumsstarkes Logistik-Startup wurde

Die Plattform Seven Senders unterstützt junge E-Commerce-Firmen beim Versand ihrer Waren. Die Gründer sind enge Freunde – und gerade deshalb erfolgreich.

Mit Freunden gründen? „Klar würde ich das empfehlen“, sagt Thomas Hagemann. Der 35-Jährige hat 2014 das Berliner Startup Seven Senders gegründet – zusammen mit seinem Kumpel Johannes Plehn. Die beiden studierten in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen, gingen für ein Auslandssemester gemeinsam nach Zürich und trafen sich dann in Berlin wieder.

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In einem Biergarten kamen sie auf die Idee für ihre Logistik-Plattform, mit der E-Commerce-Unternehmen ihre Pakete günstig und schnell ins Ausland schicken können. Die Idee kritzelten sie auf einen Bierdeckel. Das war 2013. Heute beschäftigt Seven Senders 90 Mitarbeiter aus 20 Ländern und hat rund acht Millionen Euro Kapital von Investoren und Business Angels eingesammelt. 2017 erwirtschaftete das Startup 17 Millionen Euro.

Für Hagemann und Plehn ist ihre Freundschaft ein wichtiger Faktor für den Erfolg von Seven Senders. „Wir verstehen uns blind“, sagt Plehn. „Wir wissen voneinander, dass der andere immer sein Bestes gibt.“ Die Zuständigkeiten im Unternehmen haben die Gründer klar unter sich aufgeteilt. Plehn ist zuständig für Fundraising, das Produkt und die Finanzen. Hagemann kümmert sich um Operations.

07 – Seven Senders

Kategoriesieger Mobility

Score: 59,58 (CAGR: 604%)
Gründungsjahr: 2014
Firmensitz: Berlin
Branche: Mobility / Logistic
Webseite: www.sevensenders.com

Zu den Kunden von Seven Senders zählen Unternehmen wie BestSecret, Juniqe oder Westwing. Um ihnen eine ähnlich günstige oder schnelle Lieferung wie Amazon und Zalando zu gewährleisten, schaltet sich Seven Senders als Plattform dazwischen, bündelt die Lieferungen, bringt sie ins Ausland, um sie dort an den besten und schnellsten Kurierdienst zu übergeben.

2019 möchten die Gründer eine weitere Finanzierungsrunde abschließen – und ihre Freundschaft weiter pflegen. Hagemann: „Wir haben zwar jeden Tag Meinungsverschiedenheiten, aber eine Krise gab es noch nie – weder zwischen uns noch im Unternehmen.“

Bild: Marco Weimer / Gründerszene

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