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Share Now wird in den USA, Kanada und drei europäischen Städten eingestellt

Mangels Wirtschaftlichkeit ziehen sich die ehemaligen Dienste von Car2go und Drivenow aus Nordamerika und Teilen Europas zurück. Damit reihen sie sich in eine Tradition ein.

Erst Anfang des Jahres wurde die von BMW und Daimler neu firmierte Carsharing-Plattform Share Now vorgestellt, die aus Car2Go und Drivenow hervorgegangen ist. Nun haben die deutschen Autokonzerne bekanntegegeben, ihr gesamtes Freefloating-Angebot zum 29. Februar in den USA und Kanada einzustellen. Zur Begründung heißt es in einer Mitteilung, dass die Betriebskosten unvorhersehbar gestiegen seien und Infrastruktur fehle. Mit anderen Worten: Der Dienst kann nicht profitabel geführt werden. In den USA war Car2go schon seit 2010 vertreten.

Neben dem Ende in Nordamerika zieht sich das Venture von BMW und Daimler außerdem aus London, Brüssel und Florenz zurück. Hier sei das Angebot nicht ausreichend angenommen worden, heißt es. Share Now werde sich auf die verbleibenden 18 europäischen Städte konzentrieren.

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Daimler und BMW hatten Share Now als eines von insgesamt fünf gemeinsamen Ventures vorgestellt. Der Mobilitätsdienst steht hierzulande unter anderem im Wettbewerb mit dem kilometerbasierten Sharing von Miles und der VW-Tochter We Share, die batterieelektrische Fahrzeuge anbieten.

Im Jahr 2017 hatte bereits Citroen die in Berlin gestartete Plattform Multicity eingestellt. Darauf folgte 2019 das Ende des stationsbasierten Carsharing-Angebots von Mazda, das in Zusammenarbeit mit Lidl und der Deutschen Bahn aufgesetzt worden war. Auch der japanische Autobauer begründete den Schritt damit, dass der Dienst nicht wirtschaftlich betrieben werden könne.

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Mit Free-Floating lässt sich auf lange Sicht kein Geld verdienen. Trotzdem brauchen die Autohersteller ihre Mobilitätsangebote. Das geht nicht mehr lange gut.


Bild: Getty Images /Sean Gallup

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