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Mit einem halben Jahr Verspätung rollt der Berlkönig jetzt durch Berlin

Eigentlich sollte der per App bestellbare Rufbus bereits im Frühjahr auf die Straße kommen. Schon vor dem Start mangelte es nicht an Kritik.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) starten mit dem „Berlkönig“ in Berlin einen sogenannten Shuttle-On-Demand-Service. 50 Kleinbusse, darunter auch barrierefreie Elektrovans, sind ab heute immer freitags und samstags zwischen 17 und 5 Uhr morgens unterwegs. Später sollen es bis zu 300 Fahrzeuge werden.

Zunächst ist der Service auf die Bezirke Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Prenzlauer Berg beschränkt. Die Kleinbusse mit Platz für bis zu sechs Personen holen die Fahrgäste an einem der 500 Haltepunkte ab. Die Fahrt kostet nach Angaben der BVG 1,50 Euro pro angefangenem Kilometer, der Mindestpreis liegt bei vier Euro.

Für das Projekt arbeiten die BVG mit dem 2012 gegründeten US-Startup Via zusammen. Das Unternehmen hat ähnliche Projekte bereits in London, Chicago und Amsterdam auf den Weg gebracht.

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Eigentlich sollte der Berlkönig bereits im Frühjahr in Berlin auf die Straße kommen. Die dafür nötige Genehmigung liegt allerdings erst jetzt vor, weshalb sich der Start verzögerte. Vor allem der Taxiverband hatte gegen den neuen Service Stimmung gemacht. Kritisiert wurde vor allem, dass in der Innenstadt Dieselfahrzeuge zum Einsatz kommen sollen. Der Berliner SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier bemängelt zudem, dass die Außenbezirke nicht eingebunden sind.

Die BVG ist nicht der erste Anbieter eines digitalen Shuttlebusses in der Hauptstadt. Das Startup Door2Door fährt mit seinem Allygator-Shuttle seit zwei Jahren durch Berlin, derzeit freitags zwischen 17 und ein Uhr nachts für fünf Cent pro Person und Kilometer. Allerdings ist das Angebot des Startups nur darum so günstig, weil es nicht dessen Geschäftsmodell ist. Den Shuttle nutzt das Unternehmen, um seine Software zu testen und Daten zu sammeln. 

Auch in Hannover, Stuttgart, Hamburg und München gibt es digitale Rufbusse schon, beispielsweise von der VW-Tochter Moia.

Bild: BVG

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