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Weniger Stau, Stress und Spritverbrauch durch selbstfahrende Autos

Automatisiert fahrende Pkw senken die Gefahr von Staus, die ohne erkennbaren Grund entstehen. Das haben Forscher in den USA auf einer Teststrecke herausgefunden.

Und plötzlich steht man. Anscheinend ohne Grund. Keine Baustelle, kein Unfall. Trotzdem geht es nicht weiter. Wissenschaftler haben jetzt diese sogenannten „Phantom-Staus“, die keine erkennbare Ursache haben, untersucht. Dabei gingen die Forscher vor allem der Frage nach, ob automatisierte Autos einen Einfluss auf dieses Phänomen haben. Das Ergebnis: Sie haben einen Effekt, und zwar einen positiven.

Stop-and-go auf Straßen, also der wellenförmige Wechsel der Fahrgeschwindigkeit, entsteht demnach, wenn die Dichte der Autos eine kritische Schwelle überschreitet. Stockt der Verkehr, so ist das in der Regel von mindestens einem Fahrer verursacht, der heftiger als erforderlich oder zu spät auf die Bremse getreten hat, haben die Forscher herausgefunden. Das löst dann eine Kettenreaktion aus, die sich von einem nachfolgenden Fahrzeug zum nächsten potenziert.

Die Forscher haben 20 Autos auf das Kreisrund einer Teststrecke geschickt, um dieses Phänomen nachzustellen und Messungen vorzunehmen. Sie packten ein automatisiert fahrendes Auto in diese Gruppe. Die Staugefahr sank daraufhin. „Die intelligente Steuerung eines autonomen Fahrzeugs ist in der Lage, Stop-and-go-Wellen zu dämpfen“, lautet ein Ergebnis der Studie.

Was bedeutet das für den Autofahrer? „Es wird dich nicht schneller an dein Ziel bringen, aber es wird dich mit weniger Treibstoffverbrauch, einem geringeren Unfallrisiko durch weniger Bremsvorgänge und vermutlich weniger Stress dorthin bringen", sagte einer der Forscher der Zeitung USA Today, die zuerst über die Studie berichtete.

Außerdem biete sich mit selbstfahrenden Autos die Möglichkeit eines neuen Verkehrsmanagements: „Die Steuerung des Verkehrs wird über einige mobile Akteure möglich sein“, sagen die Forscher.

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Bild: Getty Images / PHILIPPE DESMAZES 

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