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Tesla will Entschädigung von Bosch – wegen rostiger Schrauben

Nach der Präsentation der neuen Quartalszahlen blieb vor allem der Ausraster von Elon Musk hängen. Doch in dem Bericht war auch eine Nachricht an Bosch versteckt.

Sein Auftritt war skurril. Bei der Präsentation der Quartalszahlen stieß Tesla-Chef Elon Musk Journalisten und Anleger vor den Kopf. Die Beantwortung von Fragen machte ihm sichtlich keinen Spaß.  Einen beschimpfte er gar als „Trottel“, weil er seine Frage „nicht cool“ fand. Dabei wurden andere Pläne und Aussagen – wie die zum Carsharing – zur Nebensache.

Auch eine Nachricht an den Zulieferer Bosch ging unter. Die war im Quartalsbericht versteckt, wie das Handelsblatt in seiner Freitagsausgabe zuerst berichtet: In dem Bericht mache Tesla erneut Bosch für den Rückruf beim Model S verantwortlich, heißt es. Im Frühjahr hatte Tesla rund 125.000 Autos wegen rostiger Schrauben zurückrufen müssen. Damals hatte der Elektroautobauer angeblich festgestellt, dass es in Regionen, in denen auf Straßen viel Salz gegen Schnee und Eis gestreut wird, zu starker Korrosion bestimmter Schrauben kommen könne. Die führten demnach zu einer Beeinträchtigung der Servolenkung, hieß es damals.

Nun sollen die Stuttgarter für den Schaden aufkommen: Der Zulieferer solle „seinen Entschädigungsverpflichtungen nachkommen“, heißt es in dem jüngsten Tesla-Quartalsbericht.

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In der Vergangenheit war Bosch besonders stolz, zu den Zulieferern des Elektroautobauers zu zählen. Auf Nachfrage vom Handelsblatt wollten sich die Schwaben nicht zu dem Fall äußern. Um wie viel Geld es bei dem Fall konkret geht, sagte ein Sprecher demnach auch nicht.

Bild: Getty Images / THOMAS KIENZLE

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