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Einziger Berliner Tesla-Taxifahrer muss aufgeben

Martin Doll wollte die neue vollelektrische Mobilität leben. Die städtischen Realitäten machen ihm das aber unmöglich.

Er wollte ein Vorreiter sein: Mit seinem Tesla ist Martin Doll derzeit der einzige Taxifahrer in Berlin, der rein elektrisch unterwegs ist. Aber nun will er umsteigen und zukünftig ein Hybridmodell nutzen. Denn nur mit Strom zu fahren, rechne sich nicht mehr für ihn. Das erzählte er der dpa, wie Heise berichtet. Das größte Problem: Die vielen Carsharing-Fahrzeuge parken die öffentlichen Ladesäulen zu, außerdem hätten sich vor Kurzem die Kosten an den öffentlichen Ladepunkten deutlich erhöht (siehe letzter Absatz).

Dem Bericht zufolge sind es insbesondere die Carsharing-Autos der Volkswagen-Tochter WeShare, die Doll das Tanken schwer machen. Der Anbieter betreibt seit Jahresmitte rund 1.500 Fahrzeuge in der Hauptstadt. Seitdem finde er für seine Tesla-Taxe kaum noch eine Möglichkeit, Strom nachzutanken, sagt Doll. Stand August sind in Berlin knapp 800 Ladepunkte verfügbar, bis Ende 2020 sollen es 1140 werden.

Für den Betrieb der Ladesäulen in Berlin ist der Anbieter Allego zuständig. Der hatte die Abrechnung nun, wie vom Gesetzgeber vorgeschrieben, umgestellt. Statt einer Pauschale müsse Doll seitdem den Verbrauch nach Kilowattstunden bezahlen. Deswegen lägen die Kosten bei nunmehr elf Euro pro 100 Kilometer, heißt es in dem Bericht. Zuvor waren es zwei Euro gewesen. Das rechne sich für den Taxibetrieb nicht mehr.

Warum kein deutscher Autobauer Tesla so schnell schlagen kann

Schon oft wurde das Ende von Tesla beschworen. Zuletzt hatte das Unternehmen von Elon Musk wieder Gewinne eingefahren. Und zwar aus guten Gründen.


Bild: SOPA Images / Gettyimages

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