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Was kann der elektrische Monsterroller?

Mit seinen dicken Rädern ist er ein Mix aus Rocker-Bike und Tretroller. Der Scrooser soll der Porsche unter den E-Scootern sein. Wir haben ihn ausprobiert.

Easy Rider lässt grüßen: Der Scrooser erinnert an einen Mix aus Harley Davidson und Tretroller – ist aber weder das eine noch das andere. Ein Elektromotor sorgt für den Antrieb, damit der Fahrer nicht selbst treten muss. Das Besondere am Scrooser: die dicken Reifen. Die sind im wahrsten Sinne das „Alleinstehungsmerkmal“, wie CEO Johannes Haas im Interview mit NGIN Mobility sagt. Die Pneus sorgen dafür, dass der Roller auch dann nicht umfällt, wenn der Fahrer den Lenker loslässt.

Der Tretroller mit E-Antrieb soll das neue Fortbewegungsmittel für Städter werden, hofft der CEO. Das Fahrzeug bringt es je nach Modell auf Geschwindigkeiten von 20 km/h beziehungsweise 25 km/h. Um loszufahren, stößt man sich einfach mit dem Fuß ab. Der Motor erkennt den Impuls und beschleunigt – je nach gewähltem Fahrmodus mal mehr oder weniger. Damit der Scrooser auf der Straße fahren darf, benötigt er ein Nummernschild wie ein Mofa. Wer sich für das schnellere Modell entscheidet, ist außerdem dazu verpflichtet, einen Helm zu tragen und darf nur auf der Straße fahren. Fahrradwege sind tabu.

Das Fahrzeug hat einen stolzen Preis

Vollständig geladen reicht der Akku, der unter dem Fußbett verstaut ist, nach Angabe des Unternehmens für eine Strecke von bis zu 55 Kilometer. Um die Batterie wieder aufzuladen, wird sie herausgenommen und an eine herkömmliche Steckdose angeschlossen.

Das Konzept für das Fahrzeug stammt aus Dresden. 2012 wurde es dort entwickelt. Der Gründer selbst ist mittlerweile nicht mehr am Bord.

Die Straßenzulassung hat das Fahrzeug seit 2016, im letzten Jahr seien rund 800 Stück weltweit verkauft worden, heißt es. Ganz günstig ist der Monsterroller allerdings nicht. Die Preise liegen zwischen 4.500 und 4.750 Euro pro Fahrzeug.

Welche zusätzlichen Features für den Monsterroller geplant sind und was er von Copy-Cats aus China hält, hat uns CEO Johannes Haas bei unserem Besuch im Scrooser-Büro am Ku'damm erzählt. Außerdem sind wir für Euch Probe gefahren:

Bild und Video: Michel Penke und Marco Weimer für NGIN Mobility

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