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Wiener Reisevermittler bekommt Millionen aus dem Silicon Valley

Das Gruppenreise-Portal TourRadar sichert sich in ihrer jüngsten Runde 50 Millionen US-Dollar. Nun nimmt das Startup die DACH-Region stärker ins Visier.

Mega-Runde für TourRadar: Das Wiener Travel-Startup sammelt 50 Millionen US-Dollar ein. Mit der Kapitalspritze schließt das Unternehmen seine Series C ab, angeführt wird die Runde von TCV, der Venture Capitalist aus dem Silicon Valley hat bereits Airbnb, Expedia, Spotify und Netflix investiert. Auch frühere Geldgeber haben sich erneut beteiligt, darunter Cherry Ventures aus Berlin und der Wiener Fonds Speedinvest. Erst im Oktober vergangenen Jahres hatte das Startup einen hohen siebenstelligen Betrag eingesammelt.

Im Rahmen des neuen Investments wurde TCV-Venture-Partner Erik Blachford zum Mitglied des Aufsichtsrats ernannt. Der frühere Expedia-CEO soll TourRadar künftig bei strategischen Entscheidungen beraten. Blachford begleite das Startup bereits seit einigen Jahren und habe schon früher als Business Angel investiert, sagt CMO Michael Pötscher im Gespräch mit NGIN Mobility und Gründerszene. Nicht nur von seiner fachlicher Expertise wolle man profitieren, sondern erhoffe sich auch einen Zugang zum Netzwerk des Branchenexperten.

Expansion mit neuen Produkten

Das im Jahr 2010 gegründete TourRadar vermittelt über sein Onlineportal mehrtägige Gruppenreisen. Derzeit können Reisende zwischen mehr als 25.000 Touren in rund 200 Länder wählen. Gegründet wurde das Unternehmen von den australischen Brüdern Travis und Shawn Pittman. Weil die Liebe den Ingenieur Travis nach Österreich verschlug, hat das Startup seinen Hauptsitz in Wien. Weitere Standorte sind Toronto (Kanada) und Brisbane (Australien).

Mit dem neuen Kapital soll das derzeit 150-köpfige Team weiter wachsen, insbesondere neue Entwickler werden gesucht. „Aktuell haben wir wöchentlich zwei bis drei Neuanstellungen“, sagt CMO Pötscher. Geplant sei außerdem, weiter zu expandieren: „Unsere Hauptmärkte sind derzeit die USA, Australien, Kanada und UK“, so Pötsch. Fünf Prozent aller Buchungen kämen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dieser Anteil solle wachsen, dafür werde einerseits die Website unter anderem ins Deutsche übersetzt, andererseits aber auch neue Produkte von Reiseveranstaltern angeboten.

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Wie viele Buchungen pro Jahr über die Plattform abgewickelt werden, will TourRadar auf Nachfrage von NGIN Mobility und Gründerszene nicht verraten. Nur so viel: Seit der ersten Buchung im Jahr 2013 verzeichne man ein jährliches Wachstum von 200 bis 300 Prozent. Wettbewerber wie das ebenfalls mit Millionen finanzierte GetYouGuide fürchtet das österreichish-australische Startup nicht. GetYourGuide biete zwar auch eine handvoll mehrtägige Reisen an – wie TourRadar– und man selbst habe einige Halbtagstrips  im Programm – „doch wir sehen einander nicht als Konkurrenz“, sagt Pötscher.

Bild: TourRadar

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