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Münchner Studierende holen den vierten Sieg im Hyperloop-Wettbewerb

Mit Schallgeschwindigkeit durch die Vakuumröhre: Die Strecke Berlin–Hamburg wäre damit in einer halben Stunde zurückzulegen. Ein Startup setzt auf diese Technologie.

Erneut am schnellsten: Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben mit ihrem selbst konstruierten Fahrzeug (Pod) eine Geschwindigkeit von 463 Stundenkilometern erreicht und sich damit den vierten Sieg bei der SpaceX Hyperloop Pod Competition gesichert. Das Team gab den Sieg per Twitter bekannt, musste aber einräumen, dass unterwegs einige Teile des Gefährts verloren gingen.

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Hyperloop ist ein Verkehrssystem, bei dem sich Kapseln in einer fast vollständig luftentleerten Röhre nahezu mit Schallgeschwindigkeit fortbewegen. Solarzellen auf der Röhre sollen die erforderliche Energie bereitstellen. Elon Musk machte die Idee 2013 bekannt. Er will ein System schaffen, das bei Entferungen unter 1.200 Kilometern schneller und umweltfreundlicher als ein Flugzeug sein soll. Im Juni 2015 gab Musk bekannt, einen Wettbewerb unter dem Namen SpaceX Hyperloop Pod Competition zu veranstalten, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Nach dem jüngsten Wettbewerb kündigte er in einem Tweet einen neuen, zehn Kilometer langen Versuchstunnel an. Die aktuelle Röhre misst nur eine Meile (1,6 Kilometer).

Der vierte Pod der TUM-Studierenden ist knapp 1,70 Meter lang, 50 Zentimeter breit und wiegt einer Mitteilung zufolge etwa 70 Kilogramm. Damit ist er noch einmal acht Kilogramm leichter als sein Vorgänger. Dieser schoss vergangenes Jahr mit 467 Stundenkilometern durch die Röhre, die auf dem Gelände des Raumfahrtunternehmens SpaceX in Los Angeles extra für den Wettbewerb gebaut wurde. „Dieses Jahr planen wir, mindestens halbe Schallgeschwindigkeit, also über 600 Stundenkilometer, zu erreichen“, wird Teammanager Toni Jukic zitiert.

Dieses Ziel hat sein Team nicht erreicht, wenngleich das Team auch in der vierten Runde nicht geschlagen wurde. Die nächste Challenge wartet also schon. Die Hyperloop-Markt ist umkämpft. Hyperloop-Mitbewerber Richard Branson (Virgin Group) will eine Vakuum-Strecke in Indien bauen, nachdem eine Kooperation mit Saudi Arabien scheiterte. Branson hatte das Land wegen der Ermordung des Journalisten Kashoggi kritisiert. Die Deutsche Bahn und der Automobil-Zulieferer Continental unterstützen unterdessen einen niederländischen Hyperloop-Rivalen

Bild: TUM / Andreas Heddergott

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