Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

Uber bringt 1.000 knallrote Jump-Elektrofahrräder nach Berlin

Der Mobilitätsdienstleister startet einen Tag vor seinem Börsengang einen neuen Service. Spoiler: E-Scooter sind nicht dabei.

Der Mobilitätsdienstleister Uber hat seinen E-Bike-Verleih Jump mit zunächst 1.000 Pedelecs in Berlin gestartet. Die Räder werden innerhalb des S-Bahn-Rings in zwölf Bezirken stationsfrei angeboten. Die Miete kostet einen Euro Grundgebühr und zusätzlich zehn Cent pro Minute. Zum Start sind die ersten fünf Fahrminuten einmalig kostenfrei. Gebucht wird per Uber-App.

Jump geht mit einer neuen Generation der auffällig leuchtend roten Räder an den Start. Sie sind bis zu 25 Stundenkilometer schnell. Die Batterie reicht für eine Entfernung von 50 Kilometern. Sie werden von einem 250-Watt-Motor angetrieben und verfügen über eine Drei-Gang-Schaltung und Scheibenbremsen. 

Jede zweite Vermietung ist ein Rad

Uber hat in bislang 16 Städten der USA gute Erfahrungen mit dem Fahrradverleih gemacht. „In Sacramento ist jede zweite Uber-Buchung ein Jump-Bike“, sagte der Europachef des Unternehmens, Christian Frese. In San Francisco werden tagsüber zwischen 9 und 15 Uhr sogar mehr Zweiräder als Mietwagen gebucht.

no images were found

Das Mobilitätsunternehmen setzt auf ein gutes Einvernehmen mit den Städten, um sich Ärger mit den Behörden zu ersparen. Beim Start insbesondere der chinesischen Fahrradverleiher vor einem Jahr war es wegen achtlos abgestellter Mieträder zu teils chaotischen Zuständen in den Städten gekommen. Uber versicherte, sich an die Nutzungsregeln mit der Stadt Berlin zu halten. So dürfen etwa im Tiergarten keine Räder geparkt werden. Ein 40 Mitarbeiter großes Serviceteam kümmert sich um Wartung und Instandhaltung der Flotte.

Noch eingeschränktes Geschäftsgebiet

Bislang stehen die Räder nur in einem eingeschränkten Geschäftsgebiet zur Verfügung, das in der App erkennbar ist. Westliche Stadtteile wie Wilmersdorf, Spandau oder Charlottenburg gehören nicht dazu. Fahrer dürfen das Geschäftsgebiet zwar verlassen, müssen das Rad aber wieder dorthin zurückbringen. Ansonsten droht eine Extragebühr von 25 Euro.

Uber will seine Angebote zu einem „One-Stop-Shop“ ausbauen, wie Frese sagt. Nutzer können mit einem Fingertipp zwischen Mietwagen, Taxi und Rad wählen. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit mit den Berliner Verkehrsbetrieben.

BVG stellt neue Universal-App für Scooter, Carsharing und Bahnen vor

Alle Verkehrsmittel in einer App? In Berlin soll das nun möglich sein. Das Startup Trafi und die BVG bringen unterschiedliche Mobilitätsangebote zusammen.

Ob und wann Jump in Berlin auch Elektro-Tretroller anbieten wird, ist noch offen. „Derzeit haben wir nichts geplant. Wir sehen uns das aber an“, sagt Frese. Wie berichtet, soll der Bundesrat am 17. Mai über die Zulassung dieser Fahrzeuge beschließen.

Verkehrsminister: Elektro-Tretroller sollen nun doch nicht auf Bürgersteigen fahren

Verkehrsminister Andreas Scheuer will seine Verordnung durchs Parlament bringen, bevor es wieder Winter wird. Deshalb ist er zu Kompromissen bereit.

Folge NGIN Mobility auf Facebook!

Bild: Jürgen Stüber

Folge NGIN Mobility auf:

In Kooperation mit
amplifypixel.outbrain