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Umweltministerin: ÖPNV kann zumindest zeitweise gratis sein

Alles, was dem öffentlichen Nahverkehr diene und eine Alternative zum Auto bilde, müsse künftig gefördert werden, fordert Umweltministerin Svenja Schulze.

Städtische Busse und Bahnen könnten nach Ansicht von Umweltministerin Svenja Schulze für Fahrgäste zeitweise kostenlos sein, um neue Mobilitätskonzepte anzuschieben. Alles, was dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutze und eine Alternative zum Auto bilde, müsse gefördert werden, sagte die SPD-Politikerin am Freitag in Berlin anlässlich einer Umweltkonferenz. „Da kann es auch sinnvoll sein, phasenweise kostenlosen ÖPNV zu haben.“ Sinnvoll könne auch sein, dass der ÖPNV günstiger werde.

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„Ich will, dass Deutschland der Vorreiter beim Klimaschutz wird“, sagte Schulze. Ihr Ziel sei deshalb eine „ambitionierte ökologische Industriepolitik“. Deswegen habe ihr Ministerium mit dem Forschungsressort gemeinsame Vorhaben verabredet. Deutschland sei in der Umwelttechnologie nicht mehr führend. „Wir sehen, dass gerade China sich sehr strategisch aufstellt und zum Beispiel in der Elektromobilität eine weltweite Führungsrolle anstrebt.“

Die Umwelttechnologie bietet nach den Worten der Ministerin enormes Wachstumspotenzial. Das globale Marktvolumen von 3,2 Billionen Euro 2016 werde bis 2025 auf über 5,9 Billionen Euro anwachsen. Das sei ein Wachstum von fast sieben Prozent jährlich. In Deutschland gebe es sogar ein Wachstumspotenzial von jährlich 8,8 Prozent. In Deutschland arbeiteten 1,5 Millionen Menschen in der Branche, 2017 habe sie 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgemacht. Bis 2025 werde dieser Anteil auf voraussichtlich 19 Prozent steigen.

Ohne Startups gibt es keinen kostenlosen Nahverkehr

Warum sollte man 20 Milliarden Euro in ein staatliches Monopol stecken, wenn Startups das Problem besser lösen können?

Bild: Getty Images / Sean Gallup

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