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Unu-Gründer Elias Atahi verlässt das E-Roller-Startup

Vor sieben Jahren gründete er mit einem Schulfreund das Elektroroller-Unternehmen Unu. Kurz vor dem Release des neuen Fahrzeugs will sich Elias Atahi nun aber neu orientieren.

Zuletzt hat Elias Atahi als Chief Experience Officer bei Unu die kreative Strategie verantwortet und an dem fürs Frühjahr 2020 angekündigten neuen E-Rollermodell gearbeitet. Nach knapp sieben Jahren verlässt der Mitgründer das Unternehmen nun jedoch. „Der Gedanke, aufzuhören, hat sich im letzten Jahr langsam aufgebaut“, sagt Atahi gegenüber Gründerszene und NGIN Mobility. „In den letzten Monaten wurden die Anforderungen an meine Rolle als Geschäftsführer und Kreativ-Teamlead zunehmend administrativer. Ich habe gemerkt, dass ich von nun an nicht mehr so tief inhaltlich arbeiten kann, wie es noch beim neuen Unu-Scooter der Fall war – und dass mich das nicht mehr so stark erfüllen würde.“

Atahi gründete Unu 2013 nach der Studienzeit gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem heutigen CEO Pascal Blum, in München. Da er seit seinem 23 Lebensjahr durchgearbeitet habe, werde er nun erst mal eine Auszeit nehmen, sagt er. „Mein Plan ist, erst mal keinen Plan zu haben. Ich möchte mich nun auf mich fokussieren, vielleicht verreisen.“

Atahi bleibt aber weiterhin Gesellschafter von Unu und wird dem Startup beratend zur Seite stehen. „Ich möchte die Organisation als Eigentümer weiterhin beeinflussen können – und würde mich freuen auch irgendwann die Früchte der Arbeit der letzten Jahre ernten zu können.“ Heute hat das Startup etwa 130 Mitarbeiter, der Hauptsitz ist in Berlin.

Atahis Mitgründer Pascal Blum und Mathieu Caudal, der 2014 zum Team stieß, werden die Geschäfte weiterführen, heißt es vom Unternehmen. Atahi kann sich vorstellen, nach seiner Auszeit erneut zu gründen oder etwas Richtung Design-Agentur zu machen, wie er im Gespräch mit Gründerszene und NGIN Mobility sagt. Genauer möchte er sich noch nicht festlegen.

Wir haben im Mai eine erste Probefahrt mit dem neuen Roller von Unu gemacht und uns mit den Gründern über das geplante Sharing-Modell unterhalten:


Bild: Unu; Der Artikel wurde nachträglich angepasst

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