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Mit dieser App können sich Autofahrer als Chauffeure etwas dazu verdienen

Die Idee erinnert an eine Mischung aus Uber und BlablaCar: Autobesitzer können über die App auch für Kurzstrecken nach Mitfahrern suchen – und zwar völlig legal.

Flux will private Autofahrer zu Gelegenheitschauffeuren machen. Das Kölner Startup plant, auf der Kurzstrecke Mitfahrgelegenheiten zwischen Privatleuten zu vermitteln. „Wir kombinieren die Modelle von Uber und der Mitfahrzentrale BlablaCar“, sagt CEO Wolfram Uerlich, der das Unternehmen gemeinsam mit Nils Kittel und Dennis Pütz gegründet hat.

Das Prinzip funktioniert so: Autofahrer können ihre Fahrt über die App einstellen. Dazu geben sie Start und Ziel ihrer Route ein. Sobald sie auf „anbieten“ klicken, ist diese für alle angemeldeten Nutzer sichtbar. Die Software sucht dazu einen passenden Mitfahrer, führt beides zusammen und schlägt einen möglichen Treffpunkt vor. Bezahlt wird am Ende.

Pro Kilometer können sich Autofahrer über Flux 0,35 Cent dazu verdienen, heißt es vom Startup. Neben einer Sofort-Buchung ist es möglich, Fahrten in der Zukunft einzustellen sowie regelmäßige Fahrten für Pendler anzubieten. Wie bei anderen Fahrdienst-Apps üblich, gibt es ein Bewertungssystem für die Fahrer.

Die Idee ist nicht neu – und erinnert an Uber. Weil das ursprüngliches Geschäftsmodell des US-Startups, bei denen private Fahrer Taxifahrten anbieten, nicht mit dem deutschen Recht vereinbar ist, setzt Uber hierzulande derzeit ausschließlich auf professionelle Chauffeure. Auch das Hamburger Startup Wunder ist 2014 mit einem ähnlichen Konzept an den Vorgaben der Behörden gescheitert. Warum Flux trotz der aktuellen Gesetzeslage hierzulande erlaubt ist, erklärt Gründer Wolfram Uerlich im Video-Interview:

Zum Start Anfang 2019 will Flux seine Software zunächst Unternehmen in einem geografisch eingeschränkten Gebiet als Whitelable-Lösung anbieten. Deren Mitarbeiter sollen über die App untereinander schnell und einfach Mitfahrgelegenheiten organisieren können.

Geld verdienen will das Startup über eine Lizenzgebühr, außerdem kassiert es einen vorher festgelegten Betrag für jede Fahrt. Genau Beträge nennt das Startup nicht.

Video: Marco Weimer; Foto: Jana Kugoth für Gründerszene/NGIN Mobility

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