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Frontier Car Group – hier spricht der Gründer über sein Millionen-Startup

Von Berlin aus steuert Sujay Tyle eine Gebrauchtwagen-Plattform für Schwellenländer. Wir haben mit dem CEO über die Konkurrenz zu Auto1 gesprochen.

Für Sujay Tyle läuft es richtig gut: Vor wenigen Wochen hat sein Gebrauchtwagen-Startup, die Frontier Car Group, eine Mega-Runde abgeschlossen. Es war bereits die zweite innerhalb eines Monats. Insgesamt 170 Millionen US-Dollar haben Investoren bisher in das 2016 gegründete Unternehmen gesteckt.

Die Frontier Car Group verkauft gebrauchte Autos in Ländern wie Mexiko, Pakistan, Nigeria, Chile oder Indonesien. Mit dem neuen Kapital soll das Geschäft weiter ausgebaut werden, wie CEO Tyle im Interview sagt (siehe Video unten). Ein Teil des Geldes soll in den Ausbau des Berliner Standorts fließen, von wo aus der Vertrieb gesteuert und die Technologie entwickelt wird.

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Der Großteil des Geldes werde jedoch für das Marketing und die Expansion in den Schwellenländern verwendet. Auf Ebitda-Basis wolle die Frontier bis ins zweite Quartal 2019 profitabel sein, sagte Tyle bei der letzten Finanzierungsrunde. Für dieses Jahr erwartet das Startup einen Umsatz in Höhe von 250 Millionen US-Dollar.

Für Sujay Tyle, der mit 15 Jahren in Havard anfing zu studieren, dann das Studium abbrach und zu einem der ersten Thiel-Stipendiaten wurde, ist die Frontier Car Group nicht das erste Startup. Bevor er vor eineinhalb Jahren gemeinsam mit Peter Lindholm die Gebrauchtwagen-Plattform gründete, baute er eine Gaming-Plattform und ein Recruiting-Startup mit auf.

Ein Wunderkind will den Gebrauchtwagenmarkt umkrempeln

Mit 15 Jahren fing er in Harvard an – und baute danach zwei Unternehmen auf. Jetzt will Sujay Tyle von Deutschland aus den weltweiten Handel mit Gebrauchtwagen aufmischen. Wie soll das funktionieren?

Das Geschäftsmodell dahinter funktioniert so: Die Autobesitzer bringen ihre Fahrzeuge zu einer Filiale des Startups, lassen es dort begutachten und bekommen ein Angebot. Frontier übernimmt dann den Verkauf des Autos. Nach dem gleichen Prinzip geht das Berliner Unicorn Auto1 vor, das im letzten Jahr Milliarden umsetzte. Was die beiden Startups voneinander unterscheidet – und warum er Auto1 nicht als Konkurrenten sieht, hat uns Tyle im Interview verraten.

Bild und Video: Marco Weimer für NGIN Mobility

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