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Unimoke im Test: Was kann das neue E-Bike?

Sieht aus wie ein Moped, ist aber ein Pedelec: das Unimoke von Urban Drivestyle. Wir haben das Startup in der Berliner Factory besucht – und sind Probe gefahren.

Fahrrad oder Moped? Das ist die Frage, die man sich beim ersten Blick auf ein „Unimoke“ stellt. Und tatsächlich: Die Räder von Urban Drivestyle sind irgendwie beides – ein bisschen. „Wir bauen E-Bikes, die cooler aussehen als normale elektrische Räder, die es aktuell auf dem Markt gibt“, sagt Geschäftsführer Andreas Kranki im Video-Interview mit NGIN Mobility und Gründerszene. 

2016 auf Mallorca gegründet, hat Urban Drivestyles E-Bikes entwickelt, die aussehen wie ein Motorrad oder Roller: Statt eines kleinen Sattels gibt es eine große Sitzfläche, auf der bis zu zwei Erwachsene Platz haben. Oder auch ein Erwachsener und zwei Kinder, wie Geschäftsführer Kranki aus eigener Erfahrung weiß. Er bringt mit dem Fahrzeug regelmäßig seine Kinder zur Schule und nach Hause.

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Anders als bei anderen motorisierten Zweirädern brauchen Fahrer für das Unimoke keine gesonderte Fahrerlaubnis. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 25 km/h fallen die Fahrzeuge in die Kategorie der Pedelecs. Der Fahrer wird also nur von dem Elektroantrieb unterstützt, wenn er in die Pedale tritt.



Anders als im Video gesagt, haben wir natürlich Urban Drivestyle und nicht Streetstyle besucht.

Die ersten Prototypen bauten die Gründer im Winter 2016 in der Werkstatt eines Radladens von Hand. Rund ein Jahr später startete eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Indiegogo. Innerhalb von vier Wochen hat die Crowd mehr als 280.000 Euro investiert. Mit dem Geld haben die Gründer die erste Kleinserie finanziert, die letzten Bikes davon werden derzeit versendet. Das Standardmodel kostet knapp 2.000 Euro.


Ende 2017 ist das Startup von Mallorca in die neue Berliner Factory am Görlitzer Park gezogen, „um näher am Markt zu sein“. Seit Mitte Februar läuft auf der Crowdfunding-Plattform Startnext erneut eine Kampagne. Das Ziel: Um den Bau von 250 Cargo-Bikes zu finanzieren, sollen bis Ende März 30.000 Euro zusammenkommen. Das Genehmigungsverfahren für die sogenannten CaptainCargos läuft noch.

Auch den B2B-Markt hat das Startup im Visier – und tüftelt beispielsweise an einem Sharing-System. Details will Geschäftsführer Kranki aber noch nicht öffentlich verraten. 

Bild und Video: Michel Penke

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