Trends, Innovationen und Digitales aus dem Mobilitätsbereich

VW verordnet sich einen Elektro-Vorstand – aber eine Studie sät Zweifel

Für seine Elektrosparte stellt Volkswagen viel Geld und einen neuen Vorstand bereit. Thomas Ulbrich soll VW zur „weltweiten Nummer Eins“ machen.

Volkswagen arbeitet weiter intensiv am Ausbau der Elektromobilität. Nachdem im vergangenen beschlossen wurde, dass von 2018 bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren und die Digitalisierung fließen sollen, gibt es jetzt einen neuen Vorstand für diese Sparte. Zum 1. Februar 2018 übernimmt Thomas Ulbrich die Verantwortung, der bisher als Vorstand für Produktion und Logistik zuständig war.

Volkswagen hat sich vorgenommen bis 2025 zur „weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu werden“. Das ist das ehrgeizige Ziel des Konzernchefs Matthias Müller, der sich immer noch mit den Folgen des Dieselskandals herumschlagen muss. Dafür wird der Standort Zwickau jetzt zum E-Mobilitäts-Werk ausgebaut, die Passat-Produktion ab Ende 2018 in Emden konzentriert und die Golf-Familie in Wolfsburg gebaut werden.

Thomas Ulbrich ist mit seinem neuen Ressort innerhalb des Konzerns für die Baureihe E-Mobility und die Produktion von Fahrzeugen auf der MEB-Plattform zuständig. Für die Elektro-Plattform MEB hatte VW zuletzt mehr als 100 Lieferanten nominiert. In die Vorbereitung der Werke auf die Elektro-Produktion fließen insgesamt etwa zwei Milliarden Euro.

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Eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung KPMG zeigt allerdings, dass nicht alle Automanager an das glauben, was sie öffentlich proklamieren. 54 Prozent der 907 weltweit befragten Manager sind der Meinung, dass batterieelektrische Fahrzeuge „scheitern“ werden. 72 Prozent der befragten 229 Auto-Bosse sagen das Aus für Batteriefahrzeuge voraus. Die beiden deutschen Topmanager, die sich an der Studie beteiligten, sind ebenfalls davon überzeugt, dass Elektroautos scheitern werden. Wer die Elektro-Zweifler sind, ist aufgrund der Anonymität der Umfrage nicht zu ermitteln.

Foto: Volkswagen

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