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Volkswagens Uber-Rivale Gett plant offenbar Rückzug aus den USA

Auf dem Markt der Mobilitätsdienste tobt ein erbitterter Wettbewerb. Offenbar plant Volkswagen den Rückzug seines Dienstes Gett aus den USA.

Ein Jahr nach der millionenschweren Übernahme des US-Rivalen Juno will sich der Ridehailing-Service Gett offenbar aus dem US-amerikanischen Markt zurückziehen. Das berichtet das Nachrichtenportal Bloomberg und beruft sich dabei auf Unternehmenskreise.

Juno liefert sich in New York einen harten Wettbewerb mit den Fahrdiensten Uber, Lyft und der Daimler-Beteiligung Via (die demnächst auch in Berlin unterwegs sein wird).

Die Nachricht kommt überraschend. Denn Juno plante Bloomberg zufolge bereits, in andere Städte der USA zu expandieren. Hohe Kosten seien die Ursache. Ein weiterer Grund könnte der Fokus des Autokonzerns auf den eigenen Mobilitätsdienst Moia sein.

Gett hatte im Jahr 2017 seinen New Yorker Rivalen Juno für 200 Millionen Dollar gekauft. Wie Gett-Mitgründer Dave (Shahar) Waiser gegenüber Reuters sagte, war New York City der am schnellsten wachsende Markt des Unternehmens. 45.000 Fahrer hätten sich Juno dort angeschlossen. Gett ist in New York unter der Marke Juno tätig.

In 120 Städten aktiv

Gett mit Sitz in Israel bietet einen Ridehailing-Service an. Dabei können Stadtbewohner über eine Smartphone-App Mitfahrgelegenheiten mit konzessionierten Fahrern finden. Das Startup ist in 120 Städten aktiv – darunter London und New York.

Ein Fokus des Unternehmens ist Bloomberg zufolge Russland, wo das Unternehmen mit den Aktivitäten von Uber und Yandex konkurriert, sowie der Heimatmarkt Israel.

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Der Autokonzern Volkswagen hatte sich im Jahr 2016 mit einem Investment von 300 Millionen Dollar an dem Mobilitätsdienstleister beteiligt. Erst im Juni hatte Gett eine weitere Finanzspritze von Volkswagen in Höhe von 80 Millionen Dollar erhalten, wodurch die Firma nach Informationen von Reuters eine Bewertung von 1,4 Milliarden Dollar erreichte.

Erbitterter Wettbewerb beim Ridehailing

Auf dem Ridehailing-Markt tobt ein erbitterter Wettbewerb: So musste sich Uber aus China zurückziehen und das Feld – gegen eine Beteiligung – dem Mitbewerber Didi überlassen. Unterdessen baut der Fahrdienst Grab seine Position in Südostasien aus und wird dabei vom Autokonzern Toyota unterstützt. Grab hatte im März 2018 die Südostasien-Geschäfte des Fahrdienstes Uber übernommen und dafür 27,5 Prozent des Unternehmens an Uber abgegeben.

Lyft hatte nach einem Investment von 600 Millionen Dollar im Juni 2018 seine Position gegenüber Uber in den USA gestärkt und seine Bewertung auf 15 Milliarden Dollar erhöht.

Getty Images / JOHN MACDOUGALL

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