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Städte gehen gegen wildes Parken von E-Tretrollern vor

Sind E-Tretroller eine Verschandelung der Innenstädte? Davon gehen einige Verantwortliche aus – und verhandeln über Parkverbotszonen für die Leihgeräte.

Der Kölner Dom. Das Brandenburger Tor. Der Schlossplatz in Dresden. Diese Touristenattraktionen haben etwas gemeinsam: Geht es nach den Stadtverwaltungen, sollen dort in Zukunft keine E-Tretroller mehr abgestellt werden. Einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zufolge wollen etliche Städte Sperrzonen errichten, in denen die Roller nicht geparkt werden dürfen. Beispielsweise in Bereichen der Innenstädte, die oft von Touristen besucht werden. Damit solle eine Verschandelung mit wild abgestellten Rollern vermieden werden, heißt es. Die Städte verhandelten bereits mit den Anbietern der E-Tretroller um Parkverbotszonen. 

In der Hauptstadt wurde bereits vor ein paar Tagen bekannt, dass die Roller nicht mehr am Pariser Platz, auf dem das Brandenburger Tor steht, und am Holocaust-Mahnmal abgestellt werden dürfen. Auch an anderen Orten im Bezirk Mitte ist das Parken der Scooter nicht mehr möglich. Die Stadt plant zudem, eigene Parkplätze für Leihfahrzeuge einzurichten – um das wilde Abstellen auf den Gehwegen zu verhindern. Dafür sollen dann auch Parkplätze für Autos weichen. 

Auch Dresden will laut der Umfrage gegen das freie Parken der E-Tretroller vorgehen, beispielsweise am Altmarkt oder auf dem Schlossplatz. Außerdem soll es eine Höchstzahl für die Scooter geben, die in der Domstadt betrieben werden dürfen: pro Anbieter nicht mehr als 2.000 Stück – davon höchstens 300 in der Innenstadt. 

In Köln sollen die Scooter künftig nicht mehr rund um den Kölner Dom und an Teilen der Rheinpromenade stehen. In München sollen spezielle Regeln für E-Scooter auf dem Gelände des Oktoberfestes aufgestellt werden. Und in Hamburg gibt es nach Angaben der Umfrage bereits rund 500 kleinere Parkverbotszonen – vor allem an Gewässern und Grünanlagen. In Hannover sollen Nutzer die Roller nicht in Parks abstellen dürfen. 

Die Verantwortlichen in den Städten seien laut des Berichts auf die Kooperationsbereitschaft der Anbieter der E-Tretroller angewiesen. Ein rechtlicher Rahmen für das wilde Parken fehle bislang, heißt es. In der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung, die seit ein paar Wochen in Kraft ist, sei zwar festgelegt, wie schnell die E-Tretroller beispielsweise fahren dürfen – doch wo man sie abstellen kann, stehe dort nicht.

Kein Mensch braucht E-Tretroller in der Stadt – her mit den Dorf-Rollern!

Mobilitätslücken in der Großstadt? Darüber kann man auf dem Land nur lachen. Da, wo der Bus nur wenige Male am Tag kommt, können Startups wirklich helfen.

Bild: Getty Images / TOBIAS SCHWARZ / Kontributor

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