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Zehn Millionen Euro für Flugtaxi des Streetscooter-Erfinders

Günther Schuh hat schon einmal die Industrie vorgeführt, als er den elektrischen Streetscooter auf die Straße brachte. Jetzt versucht er es erneut – mit einem Flugzeug.

Der Triebwerkshersteller MTU beteiligt sich an dem Aachener Flugtaxi-Entwickler e.Sat. MTU übernehme für zehn Millionen Euro Firmenanteile und beteilige sich an Entwicklung und Bau eines elektro-hybriden Flugzeugantriebs, teilte der Konzern mit. Ein entsprechender Letter of Intent sei auf der internalen Luftfahrtmesse in Paris unterzeichnet worden.

Die Aachener Forscher, die seit vier Jahren an dem Projekt arbeiten, wollen ihr Silent Air Taxi bis zum Jahr 2024 in die Luft bringen. Es soll bis zu 1000 Kilometer bei einer Reisegeschwindigkeit von über 300 Stundenkilometern fliegen können und damit über eine deutlich höhere Reichweite als die Maschinen der Konkurrenz verfügen. Wie bei der Präsentation eines Prototyps gesagt wurde, benötigt das Flugtaxi eine Start- und Landebahn von maximal 400 Meter Länge. Damit könne es nahezu jeden Flugplatz erreichen. 80 Prozent der Bevölkerung in Deutschland wohne in einem Radius von 25 Kilometern zu einem Flugplatz. 

Die Gründer, darunter Streetscooter-Erfinder Günther Schuh, sehen die Einsatzmöglichkeiten ihres Flugzeugs im Zubringer- oder Intercity-Verkehr. Es sei dazu so leise, dass es im Abstand von 100 Metern nicht mehr zu hören sei. Der Jungfernflug sei für 2022 vorgesehen. 

Weltweit arbeiten mehrere Unternehmen an der Entwicklung von Kleinflugzeugen mit Elektroantrieb, die als Taxis eingesetzt werden sollen, darunter die Startups Lilium und Volocopter. In den Markt drängen auch Konzerne wie Airbus und Boeing.

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Bild: e.Sat GmbH / miT Reuters

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